Review: New Model Army – FROM HERE

new model army from here

Magisches aus dem Eismeer

Ob sich die Energie besonderer Aufnahmeorte auf die musikalische Darbietung überträgt? Vielleicht eine esoterische Frage, aber im Falle von New Model Armys FROM HERE, das im Ocean Sound Recordings Studio mit Panoramablick auf das norwegische Eismeer live eingespielt wurde, lässt sich durchaus eine besondere Magie in der Musik hören. Die Briten bewegen sich auf ganz eigenem Terrain irgendwo zwischen düsterem Rock, Folk und etwas Postrock. Die zwölf Tracks klingen spontan, organisch und nie zu glatt geschliffen. Statt fetter Gitarrenwände stehen Toms, cleane Gitarren und Akustikgitarren, sowie der Bass im Fokus, ohne dass die Musik drucklos klänge. Und natürlich Justin Sullivans unverwechselbarer, rauer Gesang. Die Kompositionen erscheinen grundsätzlich wieder simpler als auf einigen Alben der mittleren Jahre, haben etwas Hypnotisches und erzeugen eine fesselnde Atmosphäre. ›Never Arriving‹, ›The Weather‹ oder ›End Of Days‹ zeigen, dass Sullivan und Co. einfach gute Songwriter sind, die es schaffen, sich nicht zu wiederholen. Fischen im Eismeer kann also sehr ergiebig sein. FROM HERE ist der ganz und gar nicht eisige Beweis!

8/10

New Model Army
FROM HERE
EARMUSIC/EDEL

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