Review: Ratso – STUBBORN HEART

Ratso Stubborn Heart

Der Pate von New York.

„Never judge a book by its cover“, besagt ein altes Sprichwort. Das trifft natürlich auch auf Alben zu – und besonders auf das Debüt des US-Schriftstellers und -Schauspielers Larry „Ratso“ Sloman. Angesichts des Artworks könnte man den 70-Jährigen schnell für einen halbseidenen Porno-Regisseur mit besten Verbindungen zur New Yorker Unterwelt halten. Tat­sächlich wandelt Ratso mit seinem Erstling auf den Spuren unsterblicher Singer/Songwriter wie Tom Waits, Tom Petty, Serge Gainsbourg und Leonard Cohen, an dessen markanten Gesang sein sonores Chanson-Timbre frappierend erinnert. Sloman hat in seiner ungewöhnlichen Vita mit den Größten der Großen zusammengearbeitet: Von Dylan über Lou Reed bis hin zu Howard Stern oder Martin Scorsese – eine Art von Strahlkraft, die hörbar auf den Mann abgefärbt hat. Gemeinsam mit befreundeten Spe­cial-Guests wie Nick Cave, Bad-Seeds-Geiger Warren Ellis, Saxophonist Paul Shapiro sowie den Sängerinnen Imani Coppola und Yasemine Hamdan blickt Ratso in augenzwinkernden Kurzgeschichten auf sein wildes Le­­ben zurück. Auf Höhen, auf Tiefen und auf sonstige emotionale Koordinaten, an die ihn sein störrisches Herz bisher geführt hat. Absolut hörenswert!

8/10

Ratso
STUBBORN HEART
ROUGH TRADE

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