Review: Tyler Ramsey – FOR THE MORNING

Tyler Ramsey For The Morning

Idyllische Americana vom Ex-Gitarristen der Band Of Horses.

Es scheint harmonisch zuzugehen im Leben des Tyler Ramsey. Seine Tochter kam zur Welt, er ist aufs Land gezogen, dort verbringe er „viel Zeit mit Wandern in den Bergen“. Dementsprechend ausgeglichen ist das vierte Soloalbum des ehemaligen Gi­­tarristen der Band Of Horses geraten. Feierlicher, melodischer Folk-Rock trifft auf gemächlichen Country, die Arrangements aus Drums, (akustischer) Gitarre, Klavier und gelegentlich Steel-Gitarre und Streichern sind perfekt arrangiert, keine Störgeräusche beeinträchtigen die klangliche Idylle und Melancholie. „There’s a dream of home for those that work out on the road, and there’s a vision of the road for all the others“, singt Ramsey in ›A Dream Of Ho­­me‹, einem der schönsten Stücke des Albums. Er kenne beides, das Daheimsein und das Unterwegssein, deshalb könne er davon erzählen. Es geht um gebrochene Herzen, wichtige Entscheidungen, um Einsam- und Zweisamkeit. Echtes Drama kommt dabei nicht auf. FOR THE MOR­NING ist eine schöne Platte, gut zum Runterkommen, zum Träumen, der aber zumindest streckenweise die Spannung, die Kanten fehlen.

6/10

Tyler Ramsey
FOR THE MORNING
CONCORD/UNIVERSAL

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