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    Review: Proper Ornaments – FOXHOLE

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    Review: Proper Ornaments – FOXHOLE

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    proper ornamentsDer Sunshine-Pop der Engländer gerät reduzierter und so geschmeidig und homogen wie nie zuvor.

    Bevor das dritte Album der Proper Orna­ments Konturen annehmen konnte, mussten einige Schwierigkeiten überwunden werden. Die beiden Prota­go­nisten James Hoare und Max Oscar­nold schienen bereits nach der Veröffentlichung ihres Debüt­albums WOODEN HEAD am Ende des Weges angekommen zu sein. Beide lernten den existenzgefährdenden Strudel kennen, in denen viele von der Kritik protegierte, aber ökonomisch bescheiden erfolgreiche Musiker herein geraten, wenn sie alles auf die Musikerkarte setzen. Armut, Arbeitslosigkeit und Obdachlosigkeit waren für eine Zeit Lebenswirklichkeit und als gegen Ende der ersten Aufnah­men zu FOXHOLE in den Tin Room Studios in Hackney festgestellt wurde, dass die verwendete 8-Track-Anlage nicht einwandfrei funktionierte und bis auf eine Aufnahme nichts zu gebrauchen war, stand die Band kurz vor dem Aus. Doch die Musiker zogen sich zum Re-Recording in James‘ Heimstudio zurück und ordneten die Dinge neu, legten auch persönliche Fehden bei. Der Versuch einer neuen Ordnung ist auf dem zweiten Album nachzuempfinden. Statt verzerrten Gitarren besann man sich auf Innerlichkeit und Ruhe. Das Album wirkt wie aus einem Guss und nähert die Band an neuere Gruppen wie Real Estate oder Ducktails an, die mit ihrem unprätentiösen Gitarrenspiel die vielleicht letzten wirklichen Akzente in einem ansonsten undynamischen Genre setzten. Die Harmonien perlen, alles ist Schönklang. Ein Album, das mit jedem Hören wächst – und mit zauberhaften Songs wie ›Memories‹ und ›The Devils‹ aufwartet.

    8/10

    Proper Ornaments
    FOXHOLE
    TOUGH LOVE/CARGO

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