Review: Primal Fear – METAL COMMANDO

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Review: Primal Fear – METAL COMMANDO

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Power-Metal-Lehrstunde

Der Titel METAL COMMANDO und das fast schon plumpe Artwork lassen auf den ersten Blick für die Rückkehr der schwäbischen Metal-Apostel Primal Fear in den Schoß ihres ersten Labels Nuclear Blast nichts allzu Gutes vermuten. Aber die Band hat es eben auch nach 22 Jahren im Amt faustdick hinter den Ohren. Ja, die schicksalhafte 13. Platte bemüht Plattitüden und suhlt sich ganz bewusst in Power-Metal-Klischees; sie bewegt sich aber musikalisch und kompositorisch auf höchstem Niveau und bietet genau das, was der geneigte Hörer von den süddeutschen Stahlfabrikanten erwartet: eine Schussfahrt mit der Metal-Achterbahn, die lehrbuchhaft alles abklappert – furiose Highspeed-Nummer, schleppend-harte Walze, semiakustische Ballade, episch-überlanger Abschlusssong, you name it.

Wenn man also METAL COMMANDO einen Vorwurf machen möchte, dann allerhöchstens den, dass man sich zu sehr am Kodex des Heavy Metal orientiert und sicherstellt, wirklich alle Häkchen gesetzt zu haben. Weil sich aber schlichtweg kein einziger schlechter Song auf dem Album befindet, Ralf Scheepers immer noch einer der besten deutschen Metal-Sänger ist und auch weil die Produktion angenehm knallt, ist das mehr als gut auszuhalten. Und Jammern auf höchstem Niveau.

8 von 10 Punkten

Primal Fear, METAL COMMANDO, NUCLEAR BLAST/WARNER

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