Review: Courtney Marie Andrews – OLD FLOWERS

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Review: Courtney Marie Andrews – OLD FLOWERS

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Durch die Blume(n)

Ein wolkenverschleierter Vollmond über der Prärie – die amerikanische Sängerin und Songwriterin Courtney Marie Andrews liebt es, mit starken Bildern und Metaphern zu spielen. Nicht nur auf dem Frontcover ihres fünften Studioalbums, sondern auch in ihren Lyrics, mit denen die 29-jährige Musikerin aus dem staubigen Phoenix, Arizona, ihr Publikum berührt. Courtney Marie flirtet gerne mit den ganz großen Gefühlen, die sie in zehn erfrischend unaufgeregte, stimmungsvolle Songminiaturen verpackt. OLD FLOWERS entstand im Anschluss an eine mehrjährige Beziehung und stellt sowohl eine wehmütige Rückschau, als auch ihren zaghaft optimistischen Blick nach vorne dar. Ein im Grunde restlos auserzähltes Thema, dem die Amerikanerin dennoch die ein oder andere weniger abgenutzte Facette hinzufügen kann. So berichtet sie auf der bittersüßen Single ›If I Told‹ mit einem weinenden und einem lachenden Auge vom Was-wäre-wenn der Liebe, bevor sie mit der nachfolgenden Klavierballade ›Together Or Alone‹ zu Tränen rührt, während sich schließlich mit der charmant selbstironischen Oldschool-Country-Nummer ›Someone Elses Fault‹ wieder ein Lichtstreif am Horizont zeigt. Ein erfrischend kühler Sad-Girl-Sommerregen.

7 von 10 Punkten

Courtney Marie Andrew, OLD FLOWERS, FAT POSSUM/ROUGH TRADE

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