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    Review: Pictures – PROMISE

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    Review: Pictures – PROMISE

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    picturesThe drugs don‘t work – dieses Album schon.

    Bad Bentheim, ein Kurort in der so genannten Grafschaft, fast schon in den Niederlanden und genau an der Grenze zwischen NRW und Niedersachen. Echtes Niemandsland – nur die legendären Festivals im nahe gelegenen Schüttorf brachten früher einmal im Jahr Erlösung. Hier wächst Maze Exler auf und macht, was man halt tut, wenn die Langeweile erdrückend wird: Er gründet mit Kumpels die Band Jonas, später spielt er bei Union Youth. Böse Zungen ernannten die Band zur „Nirvana der Grafschaft“, man spielte vor den Beatsteaks und Gluecifer, supportete Die Ärzte. Es war gut, es war wild – und Maze Exler nahm den Exzess zu ernst. Er geriet an Heroin, zwischen dem Ende von Union Youth und dem Start seiner neuen Band Pictures liegen zehn Jahre. Clean ist der Sänger und Gitarrist der Band mit Epizentrum Berlin laut Bandangabe seit eineinhalb Jahren. Man kann sich also vorstellen, dass die Sucht noch hineinragte in die Konzeption und kreative Erstellung des Al­­bums. Der Titel PROMISE liest sich gleich mehrdeutig. Die Aufforderung „Verspreche es!“ ist eine Lesart. Auch die Songtitel haben eine klare Symbolik: ›Down Under The Hill‹, ›Fall‹, ›Save My Heart‹. In diesen Stücken geht es ums Ganze, ums Überleben. Überraschend ist, dass die Musik häufig gar nicht so dringlich klingt. Zusammen mit dem Co-Songwriter und Gitarristen Ole Fires hat Maze Exler 13 Gitarrenpopstücke zwischen Britpop und Indie­rock geschrieben, die immer dann gut sind, wenn Euphorie die Trägheit schlägt. ›Here I Come‹ ist ein gutes Beispiel: Es gibt aktuell in England nicht viele Bands, die so selbstbewussten Gitarrenpop spielen, The Charlatans gehören dazu. Es macht Freude, Beatles-Referenzen bei ›See The Sun‹ und ›Emily‹ zu entdecken, bei ›Not The Only One‹ übertreiben sie es, weil sich plötzlich Fools Garden in Erinnerung bringen – und das will keiner. Ein bisschen mehr Biss wie beim besten Stück ›Save My Heart‹ – und diese ehrliche Gitarrenpop-Platte hätte richtig groß werden können.

    6/10

    Pictures
    PROMISE
    VIRGIN/UNIVERSAL

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