-

Phil Collins – Da kommt noch was. Die Autobiographie

■

phil collins 2016Dem Tod entkommen.

Autobiografien sind nur dann lesenswert, wenn der Autor schonungslos auspackt und nichts schönfärbt. Phil Collins packt aus und erzählt von ersten musikalischen Gehversuchen, seinem Verhältnis zu den Beatles und vom verbitterten Vater, der es nicht akzeptieren wollte, dass sein Sohn Mu­­siker wird. Außerdem berichtet er von seiner Zeit mit Genesis – und all den exzessiven Alko­hol­­abstürzen, die ihn fast das Leben gekostet hätten. Die irgendwie tröstliche Botschaft für den Leser: Selbst Menschen, die als Soloküns­tler über 100 Millionen Tonträger verkauft haben und zu den Pop-Giganten schlechthin zählen, haben ganz irdische Ehe-, Alkohol- und Ge­­­sundheitsprobleme. Der 65-Jährige lässt auf den über 500 Seiten in „Da kommt noch was – Not Dead Yet“ nichts aus und schildert zum Beispiel, wie er 2006 nach seiner dritten ge­­scheiterten Ehe in den Suff schlidderte und schließlich mit einer nicht mehr funktionierenden Bauchspeicheldrüse auf der Intensivstation erwachte. Dabei nimmt der Superstar den Leser immer an die Hand, man bekommt das Gefühl, ganz nah dabei zu sein – bei den gigantischen Erfolgen, aber auch bei den Niederlagen. Hoffen wir, dass nach der schweren Rücken-OP in diesem Jahr tatsächlich noch was kommt: Für 2017 sind jedenfalls wieder Liveauftritte von Phil Collins angekündigt.

8/10

Phil Collins
Da kommt noch was. Die Autobiographie
Heyne

phil collins buch

- Advertisement -

Weiterlesen

Lebenslinien: Zakk Wylde

Er spielte jahrelang Gitarre für Ozzy und hörte sich endlose Geschichten von ihm und Lemmy an. Er war im Himmel, als er Elton John...

Endlich am Kiosk & ab sofort im Online-Shop erhältlich: Die neue Ausgabe von CLASSIC ROCK!

TITELSTORY: Pink Floyd – The Wall Tour Ein Meisterwerk auf der Bühne, aber ein Machtkampf hinter den Kulissen. Wie Gigantomanie, finanzielle Debakel und interne Spannungen...

IN MEMORIAM PHIL LYNOTT

40 Jahre nach seinem Tod sprechen Scott Gorham, Eric Bell, Mark Stanway, Laurence Archer und andere über den Bandkollegen und Freund, den sie kannten...
- Advertisment -