Review: Monster Truck – TRUE ROCKERS

Monster Truck True Rockers

Rock’n’Roll-Soul.

Ich sag’s gleich vorneweg: TRUE ROCKERS, das dritte Album der Kana­dier, trifft zielsicher in die Mitte, dahin, wo das Herz des Rock’n’Rollers schlägt. Gleich der Opener (die verdrehte Oberschwester Dee Snider gibt sich hier als Gastsänger die Ehre) mit seinem Gospel-Feeling, der großartigen 70er-Hardrock-Orgel, den satten Gitarrenriffs und dem mitreißenden Gesang von Frontmann Marv Harvey versprüht pure Lebensfreude. Dieser Vibe zieht sich durch die komplette Scheibe, denn über die gesamte, ange­nehm kompakte Spielzeit von knapp 40 Minuten wird es keine Sekunde langweilig. Der flotte Galopp aus kräftigem Bluesrock, noch kräftigeren Doom- und Stoner-An­leihen und einem unaufdringlichen, weil ehrlichen Pop-Appeal wird nur gebremst durch die etwas gezügelten ›Undone‹ und ›Hurricane‹, die sich als Mittelachse und Rausschmeißer aber bestens einfügen. Highlights aufzuzählen erübrigt sich, denn hier wird tatsächlich auf konstant hohem Niveau gezockt. Hervorzuheben ist allerdings das famose Orgelspiel von Brandon Bliss, das man in dieser Qualität, verbunden mit absoluter Songdien­lichkeit, auf aktuellen Releases nicht allzu oft hört. Hier zahlt sich wohl die Tournee mit Deep Purple aus, auf der Bliss einige Tipps und Tricks vom mächtigen Don Airey mitnehmen konnte. Will ich live sehen!

8/10

Monster Truck
TRUE ROCKERS
MASCOT/ROUGH TRADE

Text: Holger Jahnel

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