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Ann Wilson – IMMORTAL

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Ann Wilson Immortal

Ein musikalischer Nachruf.

Auf ihrer letztjährigen US-Solotournee konnte man schon erahnen, wohin die Reise ihres ersten Alleingangs nach dem Ende von Heart gehen würde. Auf der Setlist standen neben einigen Klassikern ihrer ehemaligen Band ausschließlich Coversongs. Der rote Faden diesbezüglich wird auf IMMORTAL konsequent weitergezogen – jedoch mit dem Ansatz, dass ausschließlich Kompositionen (mit Ausnahme des Eagles-Tracks ›Life In The Fast Lane‹ aus der Feder von Joe Walsh zu Ehren Glenn Freys) verstorbener musikalischer Wegbegleiter, Freunde oder stilprägender Ikonen neu interpretiert werden. IM­­MORTAL ist trotz des – wenn man die Namensliste liest – traurigen Anlasses beileibe kein Album, das Trübsal bläst, sondern vielmehr die Magie der Musik feiert. Hier finden Lieder zueinander, die normalerweise nie gemeinsam auf einer Platte gelandet wären und die wirklich eindrucksvoll verdeutlichen, dass ein borniertes Denken in engen Gen­reschranken schlichtweg unnötig ist. Audioslave, Tom Petty, David Bowie und Cream reihen sich so nahtlos aneinander wie in der zweiten Albumhälfte Eagles, Amy Winehouse und George Michael, die allesamt durch ihre Kunst unsterblich wurden.

8/10

Ann Wilson
IMMORTAL
BMG/WARNER

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