Review: Melissa Etheridge – THE MEDICINE SHOW

Melissa Etheridge The Medicine Show

Vielseitig und zeitlos.

Lässt man das 2016er-Coveralbum MEMPHIS ROCK AND SOUL außen vor, sind seit ihrem letzten Studio­werk THIS IS M.E. (2014) knappe fünf Jahre ohne neue Akkordfolgen auf dem Griffbrett ihrer zwölfsaitigen Adamas Signature vergangen. THE MEDICINE SHOW geht einerseits den 2014 eingeschlagenen Weg konsequent weiter, andererseits zwei charmante Schritte zurück in Etheridges Backkatalog. Daraus ergibt sich ein extrem spannender Mix aus Stücken, die entweder wohlbekannt erscheinen – obwohl sie natürlich brandneu und jenseits einer Selbstkopie angesiedelt sind – oder das Klangspektrum der seit 1985 aktiven Künstlerin um einige neue Gen­reelemente erweitern. Von knackigem Folk-Rock bis hin zu funky R&B ergibt das auf Albumlänge trotz der unterschiedlichen Stile einen schlüssigen roten Faden. Genauso vielseitig wie die Arrangements auf THE MEDICINE SHOW sind übrigens auch Etheridges Gesangsleistungen, die Oscar-Gewinnerin liefert durchgehend den von ihr gewohnten hochklassigen Biss.

8/10

Melissa Etheridge
THE MEDICINE SHOW
CONCORD/UNIVERSAL

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