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Matt Berry – THE SMALL HOURS

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matt berry albumEin TV-Komödiant meint es wirklich ernst.

Brit-Comedy Fans kennen ihn als Steven Toast („Toast Of London“), als Dixon Bainbridge („The Mighty Boosh“) oder Douglas Reynholm („The IT Crowd“). Die Typen, die Berry zumeist verkörpert, sind total beknackt, aber dafür umso selbstsicherer – und wer dieses Gesicht erst einmal abgespeichert hat, kann Berry auf dem Cover kaum ansehen, ohne zu kichern. Der muss erst mal darüber hinweg kommen, dass die Stimme, die als Steven Toast so hanebüchene Persiflagen schmettert, es hier ernst meint. Was der Hauptgrund sein muss, warum der Londoner auf der Insel nicht schon längst als Musiker gefeiert wird. Auf seinem sechsten Soloalbum verschmilzt Berry gekonnt klassisches 70er-Songwriting mit Psychedelic, Prog, Soulpop und Jazz. Was als Beschreibung nach einem wirren Brei klingt, sich aber in stimmigen Tracks vom Soft­rock-Orgel-Ohrwurm ›One By One‹ bis zur zehnminütigen Jazz-Odyssee ›Night Terrors‹ äußert. Das ist richtig, richtig gut! Wenn man sich doch nur noch von der übermäßig präsenten Comedy-Assoziation lösen könnte…

7/10

Matt Berry
THE SMALL HOURS
PIAS/ROUGH TRADE

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