-

Loreena McKennitt – LOST SOULS

■

Loreena McKennitt Lost Souls

Acht Jahre nach ihrem letzten Album geht es nun noch tiefer in den Klangkosmos der Kanadierin.

Es gibt nur wenige Künstler, von denen man sagen kann, dass sie sich eine ganz eigene Welt ge­­schaffen haben. Die 61-jährige McKennitt gehört zweifelsfrei dazu: Ihre versponnenen Kompositionen im freien Feld zwischen Folk, Weltmusik, Klassik, Kel­ten, Mystik, Orient und Okzident haben ihr eine verschworene Fangemeinde beschert, die ihr bereitwillig in diese Welt folgt – live und auch bei den zunehmend selten werdenden Alben. Nach acht Jahren erscheint nun mit LOST SOULS ein neues Studiowerk, das den Faden von THE WIND THAT SHAKES THE BARLEY aufnimmt und noch tiefer in das Universum der Loreena McKennitt vorstößt. Und je mehr man sich darauf einlässt, umso tiefer wird man selber hineingezogen in den archaisch anmutenden Klangkosmos aus feingliedrig arrangierten Stücken, die oft die Sechs-Minuten-Marke überschreiten. Dabei fesselt das traumwandlerische Zusammenspiel der einstigen Straßenmusikerin an Piano, Harfe oder Akkordeon mit ihren Musikern, die trotz einer akustischen Ausrichtung ungemein dynamisch agieren. Dass sie die meisten Songs schon vor längerer Zeit geschrieben hat, spielt dabei in der Welt von Loreena McKennitt, in der Raum und Zeit ohnehin ganz eigenen Regeln folgen, keinerlei Rolle.

7/10

Loreena McKennitt
LOST SOULS
QUINLAN ROAD/EDEL

- Advertisement -
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Weiterlesen

Viper Queen – Munich Rock City

Die Zeiten, in denen München als weltweit gefragte Adresse für die internationale Rockszene galt, müssen nicht vorbei sein. Die fünf von VIPER QUEEN versuchen,...

Endlich am Kiosk & ab sofort im Online-Shop erhältlich: Die neue Ausgabe von CLASSIC ROCK!

Tony Iommy - Über die Vergangenheit mit Black Sabbath und sein brandneues Studioalbum. •• Aerosmith Der turbulente Weg zum großen 80er-Comeback. • Greta Van Fleet Die Kids werden...

Lebenslinien: Zakk Wylde

Er spielte jahrelang Gitarre für Ozzy und hörte sich endlose Geschichten von ihm und Lemmy an. Er war im Himmel, als er Elton John...
- Advertisment -