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Loney Dear – A LANTERN AND A BELL

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Der schwedische Songwriter setzt auf maximale Intimität

Das letzte Album von 2017 war oft hektisch, die immer wieder auch elektronischen Sounds wirkten collagenartig zusammengesetzt. Diesmal habe er „vereinfachen“ wollen, sagt der schwedische Songwriter, der eigentlich Emil Svanängen heißt. Deshalb hat er A LANTERN AND A BELL komplett allein aufgenommen, nur Stammproduzent Emanuel Lundgren war im Studio mit dabei. Bis auf mal leiseres, mal lauteres Brummen und Rauschen im Hintergrund und den ein oder anderen Chorgesang bestehen die neuen Songs denn auch vor allem aus Stimme und Klavier. Letzteres klingt, als wäre es in warme Decken gehüllt, Svanängen singt hell und zerbrechlich, ein bisschen erinnert das an James Blake oder Thom Yorke. Hier hören die Vergleiche aber auch auf.

Die neuen Lieder von Loney Dear wirken betont handgemacht, ein wenig zu sehr manchmal. Die Texte sind dunkle, melancholische Stimmungsbilder,
manchmal erkennt man konkrete Situationen: ein verlorenes Boot (mit Geflüchteten?), das auf dem Ozean treibt. Jemand versinkt mit einbetonierten Schuhen im Meer. Am Ende brennt ein Haus voll alter Erinnerungen ab. Ein intimes Album, das wenig tröstend ist.

6 von 10 Punkten

Loney Dear, A LANTERN AND A BELL, REAL WORLD/CAROLINE

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