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Little Steven And The Disciples Of Soul – SUMMER OF SORCERY

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Little Steven Summer Of Sorcery

Soulrock-Zauberer.

Die E Street Band macht Pause, also zieht deren Gitarrist sein eigenes Ding durch. 2017 SOULFIRE, 2018 SOULFIRE LIVE, jetzt also SUMMER OF SORCERY. Das geht los mit ›Communion‹, und das stürmt mit Bläserfanfaren, Gitarrensolo und Background-Chören voran. Uptempo-Soulrock, New-Jersey-Style. Alte Schule. Genauso ›Love Again‹, das so auch auf einer der Southside-Johnny-Platten der 70er-Jahre sein könnte, die Little Steven Van Zandt als Songschreiber damals prägte. Oder das Haken schlagende ›Vortex‹, in dem die Liebe ein alles verschlingender Wasserstrudel ist. Un­­gewohnt sind ›Party Mambo‹, eine überdrehte Latin-Exkursion, und das jazzige ›Suddenly You‹, in dem Van Zandt sein zartestes Stimmchen herauskehrt. ›I Visit The Blues‹ ist, richtig, Bluesrock, doch bei dem hält er sich nicht lange auf, ebenso wenig bei politischen Statements. Er habe den „Rausch des Sommers“ einfangen wollen, sagt Van Zandt, das „Gefühl der unbegrenzten Mög­lichkeiten“, wenn man sich „das erste Mal in die ganze Welt verliebt“. Das klappt nirgends besser als im achtminütigen und wirklich großartigen Titelsong. Wenn da zu enthemmten akustischen Gitarren und Streichern von „tongues dancing and tickling quivering flesh“ und „visions of eternity“ die Rede ist, kommt das dem Van Morrison von ASTRAL WEEKS tatsächlich sehr nahe. Am Ende spaziert der Held in Gedanken neben seiner Auserwählten auf der Promenade. Am besten für immer.

8/10

Little Steven And The Disciples Of Soul
SUMMER OF SORCERY
UNIVERSAL

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