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Kubo – Der tapfere Samurai

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kubo
Brillant! Mehr bleibt kaum hinzuzufügen zum neuesten Stop-Motion-Projekt der Animati­onsschmiede Laika Entertainment, das dem titelgebenden jungen Samurai Kubo auf seinem Abenteuer durch eine großartig visualisierte Fan­­tasywelt folgt. Laika hatte vor etwa zehn Jahren an Tim Burtons „Corpse Bride“ mitgebastelt, bevor man sich als erstem Solofilm der Adaption von Neil Gaimans düsterem „Coraline“ widmete. Die Fort­schritte, die man alleine in der technischen Um­­setzung der meist mit großem Aufwand verbundenen Stop-Motion-Animation machte und die für „Kubo – Der tapfere Samurai“ mit modernster Trick­technik verwoben wurden, erweisen sich – speziell auf großer Leinwand – als absolut atemberaubend: Die organischen, natürlich warmen Elemente der Stop-Motion-Handarbeit, unterfüttert von komplexen Tracking-Shots und CGI-Spezialeffekten, sind nicht weniger als meisterhaft und fassen die poetische Geschichte um Kubos Reise in die Finsternis des eigenen Herzens in unvergessliche Bilder und Szenen. Obwohl durchaus auch an ein jüngeres Publikum gerichtet, hebt sich „Kubo – Der tapfere Samurai“ vom sonstigen Animationsouevre der letzten Zeit erheblich ab: Eher mit der moralischen Vielschichtigkeit von Ghiblis „Prinzessin Mononoke“ versehen als in die slapstickartige ADHS-Ani­mationskerbe von „Ice Age“ und Konsorten schlagend, vereint Regisseur und Laika-Veteran Travis Knight Düsteres, gar Beklemmendes nahtlos mit unwiderstehlichem Humor und tiefgründigem Hu­­manismus. Dass „Kubo“ dabei seinem – trotz deutlich erwachsener geratener Animation selbstverständlich mitanvisiertem – jungen Publikum sehr viel mehr zutraut als manche der üblichen Trickfilm­verdächtigen, ist umso erfreulicher und lockt hoffentlich auch viele cineastisch experimentierfreudige Erwachsene ins Kino.

9/10

Kubo – Der tapfere Samurai
Universal/Start: 27.10.

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