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Kensington – CONTROL

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kensington controlDie Niederländer modifizieren ihren Gitarrenrock.

Zuhause stand die Band aus Utrecht mit ihrem vierten Album im letzten Herbst bereits an der Spitze der Albumcharts. Interessant ist das deshalb, weil sich Sänger Eloi Youssef und seine drei Mitstreiter nun nicht nur auf den sicheren Weg verlassen. Auf dem Vorgänger RIVALS hörte es sich bei ihnen noch machtvoll und hymnisch an. Dieses Mal geht es Kensington um die Vermeidung von zu Offensichtlichem. In ›Do I Ever‹ klingt es noch eingängig, emotional und kraftvoll. Aber dann ändert sich der Stil. ›Slicer‹ weiß zu gefallen, weil das Quar­tett auf einen treibenden Groove setzt und richtig in ihm aufgeht. ›Regret‹ überzeugt mit einem Beat wie von Depeche Mode, einem bissigen Noise-Break und flankierenden elektronischen Störgeräuschen. Mit ›Sorry‹ geben sich die Niederländer zwischendurch massenkompatibler. Es ist eine Ballade, in der ein Piano-Einstieg und Umarmungsmomente stecken. Zum Schluss hin wird es wieder temperamentvoll. Besonders auf ›St. Helena‹, wo man näher an Pearl Jam rückt und sich einen Endspurt mit Gepolter und Schreianfällen leistet.

7/10

Kensington
CONTROL
UNIVERSAL

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