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Kaskadeur – UNCANNY VALLEY

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Zappas vergessene Kinder

Moment mal. Da veröffentlicht die Potsdamer Band Stonehenge vielbeachtetes Material irgendwo zwischen Prog, Stoner Rock und sehr, sehr viel Orgel – und entscheidet sich mitten im Aufnehmen der nächsten Platte so mir nichts, dir nichts dazu, sich umzubenennen. Das ist karrieretechnisch so dämlich, dass einem die Band nur sympathisch sein kann. Kaskadeur klingen wie Frank Zappas vergessene Kinder, haben keinerlei Respekt vor Genregrenzen und wirbeln wie ein entfesselter Dreijähriger vor dem elterlichen Plattenregal durch die Musikwelt. Prog, Stoner, Doom, Psychedelic Rock, Jazz – alles darf, nichts muss. Zusammengehalten (oder auseinandergetrieben?) wird der Neustart UNCANNY VALLEY von obskur-angejazzten Zwischenstücken, die man nicht unbedingt verstehen muss, die aber irgendwie zum verblüffenden Ansatz der Band passen.

Hoffnungslos unkommerziell ist das natürlich alles und gewiss nicht für alle. Prog-Kenner werden das instrumentale Können aber mehr als goutieren und sich zudem an der starken Gesangsleistung von Enrico Semler erfreuen.

8 von 10 Punkten

Kaskadeur, UNCANNY VALLEY, NOISOLUTION/SOULFOOD

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