Review: Deftones – OHMS

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Review: Deftones – OHMS

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Die Alt.Metal-Helden aus Sacramento liefern eine überragende Neunte ab

Von all den Bands, die die Nu-Metal-Szene Mitte der 90er hervorbrachte, waren die Deftones die abenteuerlustigste. Bei ihrem neunten Album setzt sich diese kreative Dynamik unvermindert fort. OHMS klingt umgehend vertraut, ohne irgendetwas wiederzukäuen, das sie zuvor gemacht haben. Diese Vertrautheit kommt vielmehr von Chino Morenos stetig fluktuierenden Vocals, die von einem Flüstern in ein digitales Schreien auf ›Genesis‹ und ›Ceremony‹ umschlagen.

Die Klangkulisse dahinter zeigt allerdings erneut eine Variation des Bandsounds. Dreampop mit metallischen Kanten ist immer noch das Grundgerüst, doch innerhalb dieser Parameter passiert so einiges: ›Urantia‹ könnte als Popsong durchgehen, wäre es nicht durchsetzt von Stephan Carpenters Monstergitarre. ›This Link Is Dead‹ besteht aus viereinhalb Minuten verzerrten Lärms, punktuiert von kurzen Melodie- Sonnenstrahlen. Das Highlight, ›Pompeji‹, ist schließlich eine apokalyptische Klanglandschaft, die zwischen Momenten des Glücks und der Rage changiert. Nichts davon ist eine echte Neuerfindung, doch bei den Deftones ging es schon immer mehr um große Schritte als um riesige Sprünge. Es ändert nichts an der Tatsache, dass sie ihre Verfolger weit hinter sich gelassen haben.

8 von 10 Punkten

Deftones, OHMS, WARNER

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