Judas Priest – FIREPOWER

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Judas Priest – FIREPOWER

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Judas Priest FIREPOWER

Die beste Priest seit PAINKILLER (1990)…

…und das soll nicht heißen, dass die Alben zwischen dem legendären 90er-Output und FIREPOWER schlecht sind! FIREPOWER be­­sitzt aber im Gegensatz zu den Scheiben seit der Reunion mit Rob Halford diesen gewissen Funken Magie, der Platten wie BRITISH STEEL (1980), SCREAMING FOR VENGEANCE (1982), DEFENDERS OF THE FAITH (1984), TURBO (1986) oder eben PAINKILLER zu ab­­soluten Über-Alben erhob. Es gibt schlichtweg kein Füllmaterial, sondern nur perfekt ge­­schriebene Tracks, die allesamt vom Kollektiv Rob Halford, Glenn Tipton und Richie Faulkner komponiert wurden. Während der 14 Stücke (inklusive eines kurzen Instrumentals) keimt unweigerlich der Gedanke auf, dass 2011 der Einstieg von Faulkner nach dem Ausstieg von K.K. Downing durchaus eine Zellerneuerung auslöste. Schon während der Kreativphase des coolen Vorgängers REDEEMER OF SOULS (2014) involvierten Halford und Tipton den rund dreißig Jahre jüngeren Saitenvirtuosen ins Songwriting. Gute Entscheidung. Natürlich braucht es für ein derart ambitioniertes Pro­jekt wie FIREPOWER auch die richtigen Per­sonen am Mischpult. Hier gibt es genau wie innerhalb der Band ein Zusammentreffen der Generation: Da ist zum einen Tom Allom, der zuletzt 1988 während der RAM IT DOWN-Sessions ein JP-Studioalbum produziert hat. Alloms Kollege Andy Sneap veredelte in den letzten drei Dekaden Aufnahmen von Größen wie Megadeth, Dimmu Borgir oder Killswitch Engage und stellt mit seinem modernen Twist eine perfekte Ergänzung zu Toms klassischer Arbeitsweise dar. Was nun genau diesen Or­­kan an Sternenstaub auslöste, der FIREPOWER zweifellos umweht, kann und sollte auch nicht allzu genau aufgedröselt werden. Fakt ist al­­lerdings, dass Judas Priest mit dieser Scheibe wahrscheinlich eines der unweigerlich letzten wichtigen (klassischen) Heavy-Metal-Alben in der Geschichte des Genres veröffentlicht haben.

9/10

Judas Priest
FIREPOWER
Columbia/Sony

Hier die Single ›Lightning Strikes‹ hören:

Hier den Titeltrack ›Firepower‹ hören:

In der aktuellen Ausgabe von CLASSIC ROCK gibt es ein ausführliches Interview mit Rob Halford zu lesen.

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