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Nathaniel Rateliff & The Night Sweats – TEARING AT THE SEAMS

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Nathaniel Rateliff Tearing At The Seams

Ungeschönt und echt: ungestümer Oldschool-Soul ohne Retro-Muff.

Als Singer/Songwriter mit Bart und Bauch war Nathaniel Rateliff als knorriger Folkie eigentlich eine Idealbesetzung, doch der Am­­er­ikaner wollte mehr: Vor drei Jahren stürzte er sich mit seiner neuen Band The Night Sweats angriffslustig in einen herrlich knarzigen Vintage-Sound zwischen Rock, R&B und Soul, der den Legenden des Stax-Labels genauso viel verdankte wie Van Morrison zu Früh-70er-Glanz­zeiten, und löste damit überall ein geradezu euphorisches Echo aus. Auch der Nachfolger ist beseelt von den Einflüssen der Genre-Giganten, auf deren Schultern der inzwischen fast 40-jährige Tausendsassa steht, aber die vielen Konzerte der letzten Jahre haben seine ungemein spielfreudige Band zu sich selbst finden lassen. Wirkten Rateliff und die Seinen bei der letzten Platte teils noch wie Außenstehende, die ihren Idolen mit viel Inbrunst, aber doch auch gehörigem Respekt Tribut zollen, sind sie nun viel mehr eins mit ihrem wild lodernden Sound, bei dem unwiderstehlicher Groove, ins Herz treffende Bläser und Rateliffs vom Leben gezeichnete Stimme passend zum LP-Titel dafür sorgen, dass die Lautsprecher ihr Letztes ge­­ben. Mit einem Wort: Elektrisierend!

8/10

Nathaniel Rateliff & The Night Sweats
TEARING AT THE SEAMS
STAX/CAROLINE/UNIVERSAL

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