-

Jenny Lewis – ON THE LINE

■

Jenny Lewis On The Line

Radiofreundliche Americana.

Rilo Kiley, die ehemalige Band von Jenny Wilson, legten ihre Karriere ausgerechnet in dem Moment auf Eis, als sich die Sache im Jahr 2007 kommerziell zu rechnen begann. Schritt für Schritt hatte sich der Emo-Indierock der Band in einen modernen Americana-Sound gewandelt, man konnte die Platten gut im Radio hören, aber auch als intensives Erlebnis auf der Couch. Sängerin Jenny Lewis benötigte danach jedoch etwas Zeit, um als Solokünstlerin ihren Weg zu finden: Mit ihrem dritten Album THE VOYAGER ging es erstmals in die Top-Ten der Albumcharts, auch künstlerisch entdeckte Lewis ganz neue Mittel und Wege, die Platte klang polierter und eleganter, die Erzählungen waren dicht, die Melodien einprägsam. Kurz: Plötzlich war Jenny Lewis ein alternativer Rockstar. Mit ON THE LINE will sie diese Po­­sition nun verteidigen, die Chancen, dass ihr das gelingt, stehen recht gut. Ein Song wie ›Red Bull & Hennessy‹ klingt wie eine Update-Version von Fleetwood Mac, Lewis’ Stimme wirkt brüchiger als zuvor, der Sound ist kompakt, dafür sorgte eine Armada an Profis im Studio, darunter Beck und Ringo Starr. Mit ›Hollywood Lawn‹ beweist Jenny Lewis dann noch ihr Gespür für die großen Dramen im kleinen Leben: Man sollte bitte weiterträumen, fleht sie zu einem langsamen Rhythmus und entlang von Blues-Akkorden, denn das wahre Elend beginne ja erst mit dem Ende aller Träume – nicht nur in Hollywood.

7/10

Jenny Lewis
ON THE LINE
WARNER

- Advertisement -

Weiterlesen

Lebenslinien: Zakk Wylde

Er spielte jahrelang Gitarre für Ozzy und hörte sich endlose Geschichten von ihm und Lemmy an. Er war im Himmel, als er Elton John...

Endlich am Kiosk & ab sofort im Online-Shop erhältlich: Die neue Ausgabe von CLASSIC ROCK!

TITELSTORY: Pink Floyd – The Wall Tour Ein Meisterwerk auf der Bühne, aber ein Machtkampf hinter den Kulissen. Wie Gigantomanie, finanzielle Debakel und interne Spannungen...

IN MEMORIAM PHIL LYNOTT

40 Jahre nach seinem Tod sprechen Scott Gorham, Eric Bell, Mark Stanway, Laurence Archer und andere über den Bandkollegen und Freund, den sie kannten...
- Advertisment -