Review: Megadeth – WARHEADS ON FOREHEADS

Megadeth Warheads On Foreheads

35 Jahre Megadeth.

Ihren ersten Grammy konnten die Soldaten um Hauptmann Dave Mustaine, ehemals in Diensten von Metallica, erst 2017 für ihr fünfzehntes und bislang letztes Stu­dioalbum DYSTOPIA einheimsen – nach zuvor elf erfolglosen Nominierungen. DYSTOPIA war nach COUNTDOWN TO EXTINCTION das zweiterfolgreichste Werk der Bandgeschichte, sofern man sich an den Charts orientieren mag, und das beste seit langen Jahren. Deshalb darf man gespannt auf Album #16 sein, das noch in diesem Jahr erscheinen soll. Zunächst aber ist WARHEADS ON FOREHEADS an der Reihe, die von Mustaine höchstselbst zusammengestellte Anthologie. 35 Thrash-Metal-Klassiker aus 35 Jahren – vom allerersten Studioalbum KILLING IS MY BUSINESS… AND BUSINESS IS GOOD bis hin zum aktuellen DYSTOPIA-Langeisen wird kein Longplayer außen vor gelassen. Selbst das (zu Recht) ungeliebte RISK (1999) ist hier vertreten. Den Hauptanteil nehmen selbstverständlich die unvermeidlichen Klassiker von KILLING…, PEACE SELLS… BUT WHO’S BUYING, SO FAR, SO GOOD…SO WHAT!, RUST IN PEACE, COUNTDOWN… und YOUTH­ANASIA ein – allein 22 Tracks stammen von ebendiesen sechs Werken. Der Rest muss mit wesentlich weniger auskommen (außer DYSTOPIA) und so fehlen hier auch ein paar wirkliche Perlen (›When‹ und ›Kick The Chair‹ von THE WORLD NEEDS A HERO beziehungsweise THE SYSTEM HAS FAILED). Und dass bei der Qualität der Früh­werke auch was vom Essentiellen wegfällt, sollte allen klar sein. Aber dort, wo ›In My Darkest Hour‹, ›Hangar 18‹, ›Symphony Of Destruction‹ und ›Holy Wars‹ drauf ist, da kann man nichts verkehrt machen. Überhaupt hört man eigentlich viel zu wenig Megadeth…

9/10

Megadeth
WARHEADS ON FOREHEADS
AG RECORDS/UNIVERSAL

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