Review: Jade Jackson – WILDERNESS

Jade Jackson Wilderness

Americana meets Aufrichtigkeit

Hinter diesem Album liegen schwere Jahre. Kurz nach ihrem 20. Geburtstag stürzte Jade Jackson beim Sand Canyon tief und erlitt dabei schwere Verletzungen. Mehrere Wirbel, das Steißbein und die Bandscheiben waren gebrochen. Die Ärzte waren sich zu jenem Zeitpunkt nicht sicher, ob sie je wieder richtig laufen können werde. Doch die Liebe zur Musik machte sie stark. Sie legte Hank Williams und Johnny Cash auf, aber auch Bruce Springsteen, The Gun Club oder The Smiths – und erträumte sich dazu ihre eigene Musikwelt. Mit Social-Distortion-Mastermind Mike Ness als Produzent am Mischpult ist so ein beeindruckendes Werk mit vielen Zwischentönen gelungen: ›Now Or Never‹ kombiniert in seiner Strahlkraft einen Tom-Petty-Song mit Gang-Of-Four-Gitarren und sehnsuchtsvollem Gesang, bei ›Long Way Home‹ fließen Folk, Mainstream-Rock und Americana perfekt zusammen und bei ›Loneliness‹ trägt Jackson ihre persönliche Leidensgeschichte vor, ohne pathetisch im Land des Schmerzes zu versinken. Im Gegenteil: Jade spielt sich mit viel Charme, Aufrichtigkeit und ganz viel Lebensnähe in die Herzen ihrer Zuhörer.

8/10

Jade Jackson
WILDERNESS
ANTI RECORDS/INDIGO

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