Review: Tyler Bryant & The Shakedown – TRUTH AND LIES

Tyler Bryant Truth And Lies

Erste Weisheiten

Zwischen dem Vorgänger und seinem neuen Album liegt auf qualitativer Ebene nicht unbedingt ein evolutionärer Quantensprung. Das ist aber auch nicht zwingend nötig, schließlich lieferte Tyler Bryant 2017 einen starken Debütnachfolger ab und lässt auch 2019 nicht nach, wendet sich nun aber einem moderneren Soundbild zu: Zwar spielt im knarzigen ›Ride‹ der Blues nach wie vor eine übergeordnete Rolle und sowohl der Opener ›Shock And Awe‹ mit seinem schweren als auch ›Drive Me Mad‹ mit seinem an Motörhead erinnernden Riff schieben ordentlich energiegeladen und geradlinig nach vorne. Der fröhliche Rock’n’Roll à la Black Crowes ist ihm auf der neuen Platte jedoch komplett abhanden gekommen, dafür sind deutlich mehr Heavy-Anleihen aus dem Alternative der Neunziger zu hören. Besagte Elemente entfalten sich angenehm eigenständig in Stücken wie beispielsweise ›Eye To Eye‹ oder ›Panic Button‹. In der textlichen Gestaltung von TRUTH AND LIES kann man dagegen eine ziemlich deutliche Entwicklung nachvollziehen: Bryant wirkt bockiger, oft aber auch nachdenklicher. Im melancholischen ›Shape I’m In‹ oder ›Out There‹ erzählt er von schmerzhaften Erfahrungen des Erwachsenwerdens und stellt sich generell einige der fundamentalen Fragen des Lebens. Und man hört ihm gerne bei seiner Selbstfindung zu.

7/10

Tyler Bryant & The Shakedown
TRUTH AND LIES
SPINEFARM/UNIVERSAL

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