Review: Israel Nash – TOPAZ

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Review: Israel Nash – TOPAZ

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Das ewige Zuhause

Seit einer guten Dekade, genauer seit dem Debüt NEW YORK TOWN von 2009, gehört der ursprünglich aus Missouri stammende Israel Nash Gripka (Israel Nash als Bühnenname) zu den Fackelträgern des Rock’n’Roll. Mehrere Jahre in New York ansässig, ist er durch seinen Umzug ins ländliche Dripping Springs in Texas in den vergangenen Jahren noch zwingender geworden. TOPAZ ist das erste Album, das Nash quasi im Alleingang aufgenommen hat. Obwohl es mitnichten danach klingt. Eher hat es den Anschein, als sei die ganze Welt bei ihm zu Besuch, in seinem ewigen Zuhause, wie er Haus und Land in seinem unmittelbaren Umfeld bezeichnet. Ein Jahr hat das gedauert, zwischen mehreren Tourneen eingespielt, immer dann, wenn Nash allein sein wollte. TOPAZ, Nashs insgesamt sechster Longplayer, ist ein Experiment mit festem Rock-Fundament, mit einem Hauch von Psychedelica und Folk, jetzt zusätzlich noch mit Bläsern und Gospelchören. Steht ihm absolut ausgezeichnet. Hat bisweilen was von Nathaniel Rateliff & The Night Sweats, ein mehr als großes Kompliment. Natürlich hat Nash immer noch haufenweise Neil Young in seiner Blutbahn wie das countryeske ›Canyonheart‹ oder das Fingerpicking in ›Closer‹ erahnen lassen. Jonathan Wilson grüßt in ›Sutherland Springs‹ und ›Down In The Country‹, ›Stay‹ ist etwas kitschig, aber dennoch schön. ›Dividing Lines‹ direkt zum Auftakt extrem zwingend mit lockerem Swing und feinen Bläsern bei herrlichem Sonnenaufgang, ›Southern Coasts‹ bietet entspannte Entschlackung, ›Pressure‹ erinnert an Gene Clark von den Byrds. Nach dem kurzzeitigen Zwischentief mit LIFTED ist Israel Nash mit TOPAZ abermals auf dem richtigen Weg.

8 von 10 Punkten

Israel Nash, TOPAZ, LOOSE MUSIC/ROUGH TRADE

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