Review: Hollywood Vampires – RISE

Hollywwod Vampires Rise

Erwartungen erfüllt

Während einem manche „Supergroups“ nur mehr ein müdes Lächeln abringen, kann man sich durchaus etwas erwarten, wenn bei den Hollywood Vampires Alice Cooper, Joe Perry und Johnny Depp gemeinsame Sache machen. Coverten die Royals auf ihrem ersten Album noch durchgängig, so besteht RISE hauptsächlich aus wirklich hörenswerten Eigenkompositionen. Schon der Opener wird trotz seiner Länge nicht langweilig und stimmt ein in eine Rock-Grandezza, die trotz des hohen Durchschnittsalters aller Beteiligten ziemlich frisch und cool klingt: Man reproduziert sich weder selbst noch verliert man das eigene musikalische Erbe komplett aus den Augen. Die Gratwanderung zwischen neu, altbekannt, sehnsüchtig erwartet und abgedreht wird hier elegant gemeistert: Es gibt bluesige Grundtöne, Talkbox, experimentelle Zwischenspiele, viele angriffslustige Riffs, treibenden Rock’n’Roll, ironische Stampfer im Marschstil à la ›We Gotta Rise‹ (man muss einfach an ›Eisgekühlter Bommerlunder‹ denken) und sogar psychedelische Sprenkel wie ›Mr. Spider‹. Drei wunderbare Coverversionen, unter anderem das wirklich schöne, von Depp gesungene ›Heroes‹, sowie ein Gastauftritt von Jeff Beck runden das Potpourri ab und zeigen deutlich, dass hier völlig frei, mit viel Spaß an der Sache und Expertise gearbeitet wurde.

7/10

Hollywood Vampires
RISE
EARMUSIC/EDEL

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