Review: Gotthard – #13

Gotthard 13

Routine trifft auf glaubhaften Enthusiasmus

Bei einem bisherigen Pensum von einem Dutzend Scheiben und über 2.000 Liveshows entwickelt man als Rockband natürlich eine gewisse Routine. Die ist #13, dem – welch Überraschung! – 13. Studio-Longplayer der Eidgenossen, jederzeit anzuhören. Gotthard wissen genau, was sie tun und was ihre Fans von ihnen erwarten. Trotzdem gelingt es der Gruppe aus Lugano, niemals berechnend oder gar gelangweilt, sondern durchgehend frisch und enthusiastisch zu klingen. Was nach all den Jahren, speziell auf dem Sektor des melodischen Hardrocks, wirklich nicht selbstverständlich ist. Klar, textlich lässt der als gleichwertiger Nachfolger von Original-Frontmann Steve Lee (†2010) längst komplett etablierte Sänger Nic Maeder auch hier wieder ein Klischee auf das nächste folgen (›Bad News‹, ›10.000 Faces‹, ›No Time To Cry‹). Aber selbst dieser Umstand trägt irgendwie zum hemdsärmeligen Charme des Quintetts bei. Zumal dieses sich musikalisch immer wieder etwas Neues einfallen lässt, um altbekannte Strukturen wenn schon nicht aufzubrechen, dann doch zumindest etwas aufzulockern. ›Missteria‹ ist mit seinem Latin-Einschlag ein gutes Beispiel dafür. Ebenso wie das melan- cholische Riffkonstrukt ›Another Last Time‹ oder der lockere Country-Rocker ›Better Than Love‹.

7/10

Gotthard
#13
NUCLEAR BLAST/WARNER

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