Review: Foo Fighters – MEDICINE AT MIDNIGHT

-

Review: Foo Fighters – MEDICINE AT MIDNIGHT

- Advertisment -

Doppeltes Jubiläum

25 Jahre Foo Fighters und mit MEDICINE AT MIDNIGHT hat die Truppe um Tausendsassa Dave Grohl ihr insgesamt zehntes Studiowerk fertiggestellt. Zwei Jubiläen, die es gebührend zu feiern gilt. Die kurzweilige Dokumentation der Band, „Times Like Those“ betitelt, ist wie zu erwarten irre lustig und rafft ein Vierteljahrhundert Foo Fighters kompetent zusammen. Machen die Foos es sich zum Geburtstag leicht und erschaffen einfach ein weiteres typisches Foo-Fighters-Album? Oder gehen sie den unerwarteten Weg und liefern etwas Neues?

Die erste Auskopplung ›Shame Shame‹ deutet eher Letzteres an, ein interessanter Rhythmus paart sich aber leider mit einer extrem schwachen Songidee. Experimentmisslungen, genau wie das tanzbare
›Cloudspotter‹ (funky). ›No Son Of Mine‹, die zweite Single und Grohls’ Helden Lemmy Kilmister gewidmet, gelingt etwas besser, aber auch ohne wirklich zu überzeugen. Mit ›Waiting On A War‹, der schon dritten Auskopplung, hat die Formation lediglich eine Nummer im Gepäck, die als komplett typischer Track des Sextetts durchgeht und von der Dynamik an ›The Pretender‹ erinnert. Sie ist für Grohls Tochter Harper geschrieben, die eine wohlbehütete Zukunft verdient, wie eben jedes Kind auf der Welt.

Mit ›Medicine At Midnight‹ wildern die Foos sehr gelungen im New-Wave-Sumpf (denke an Gary Numan und David Bowies ›China Girl‹), eine Seite, die ihnen auch in ›Holding Poison‹ (mit Queen-Chor) sehr gut zu Gesicht steht. ›Chasing Birds‹ klingt wie eine beatleske Version eines John-Lennon-Solosongs und gehört damit neben ›Medicine At Midnight‹ zu den Gewinnern der LP. Ein prima Einstieg ins Abenteuer passiert mit dem Opener ›Making A Fire‹, sehr außergewöhnlich mit vielen weiblichen NaNaNa-Chören. Mit der poppigen Überraschung ›Love Dies Young‹ gelingt der Band zum Abschluss noch ein volles Pfund. Nicht alles funktioniert, offene Münder sind auch nicht zu erwarten, aber den Foo Fighters gelingt ein Album, das weit über dem geläufigen Durchschnitt liegt.

8 von 10 Punkten

Foo Fighters, MEDICINE AT MIDNIGHT, ROSWELL/RCA/SONY

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Pink Floyd: Nerd-Leitfaden zu THE DARK SIDE OF THE MOON

Wir haben unsere Hirne zermartert, Experten befragt und das Internet leergesogen,um euch 20 Fakten zu präsentieren, die ihr wirklich...

Video der Woche: The Rolling Stones 1965 mit ›Paint It Black‹

Heute hätte Brian Jones, Gründungsmitglied der Rolling Stones, Geburtstag. In Gedenken an den grandiosen und viel zu früh verstorbenen...

Lynyrd Skynyrd: One More From The Road

1975. Ein Blutbad bahnt sich an. Lynyrd Skynyrd trinken – und zwar so richtig – an der Hotelbar: Pfefferminzschnaps,...

The Black Crowes – SHAKE YOUR MONEY MAKER (30th Anniversary)

Geschwisterliebe Als die Black Crowes 1990 ihren Erstling SHAKE YOUR MONEY MAKER auf die Fans losließen, stand die Rockgitarre insbesondere...
- Werbung -

Review: Alice Cooper – DETROIT STORIES

Unser Interview mit Alice Cooper lest ihr in der aktuellen Ausgabe von CLASSIC ROCK! Man kann sich ja bekanntlich neu...

Billy Gibbons: ›Rattlesnake Shake‹ live mit Steven Tyler

In Gedenken an den verstorbenen Peter Green gaben Steven Tyler und Billy Gibbons vor circa einem Jahr gemeinsam den...

Pflichtlektüre

Genesis: Filmfestival auf Youtube

Um die Ausgangsbegrenzungen etwas erträglicher zu machen, haben Genesis...

Guns N‘ Roses: Appetite for Reconstruction

Fünf hoffnungsvolle junge Musiker namens Guns N’ Roses gingen...
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallenÄHNLICH
Für dich empfohlen