Mehr

    Review: Fleetwood Mac – 50 YEARS: DON’T STOP

    -

    Review: Fleetwood Mac – 50 YEARS: DON’T STOP

    - Advertisment -

    Fleetwood Mac 50 Years Don't Stop

    Goldenes Jubiläum: vom Albatross bis zum Sad Angel.

    Als Kapelle mit Faible für Groß­arenen fünf Dekaden zu überdauern, dürfte ein nicht gerade leichtes Unterfangen sein. Für Fleet­wood Mac galt es seit dem Kar­rierestart Ende 1967 als puristischer Bluesrock-Ableger von John Mayall’s Bluesbreakers sowohl kreative Höhen wie Tiefen, aber auch zahlreiche Fluktuationen in Sachen Besetzung, diverse stilistische Häutungen sowie innerhäusliche Ver­werfungen zu meistern. Zuletzt geriet die Truppe in die Schlagzeilen, als dem 1975 eingestiegenen Alpha-Rüden Lindsey Buckingham, 1987 erstmals ausgestiegen, um zehn Jahre später wieder dazu zu stoßen, von der Band gekündigt wurde. Es dürfte hier wie da noch nicht das letzte Wort gesprochen sein.

    Ungerührt dessen zelebriert das 3-CD- respektive 5-LP-Set 50 YEARS: DON’T STOP das goldene Jubiläum. In Chrono­logie kompiliert und lediglich durch zwei Live­mitschnitte aufgelockert, reihen sich 50 Tracks aneinander. Aus der Ära, als Sänger und Gitarrist Peter Green das Zepter schwang, stammen einst als Singles veröffentlichte Hochkaräter wie ›Rattlesnake Shake‹, ›Shake Your Moneymaker‹ und ›Black Magic Woman‹. Nach der UK-Nummer-1 mit dem Instrumental ›Albatross‹ gelangen weitere Chartrenner wie ›Need Your Love So Bad‹, ›Man Of The World‹, ›Oh Well – Part I‹ und ›The Green Manalishi (With The Two Prong Crown)‹. In der Übergangs­phase vom Green’schen Blues zum sonnigen Westcoast-Pop lieferten die Frontmänner Bob Welch, Bob Weston und Dave Walker diverse geschmackvolle 45er – allerdings ohne Chart­platzierungen.

    Ein Umstand, der sich erst durch Eingemeindung des anfänglichen Liebespärchens Stevie Nicks und Lindsey Buckingham änderte: Mit radiofreundlichen Ohrwürmern wie ›Over My Head‹, ›Rhiannon (Will You Ever Win)‹ und ›Say You Love Me‹ aus dem Album FLEETWOOD MAC (1975) startete jene gigantische Lawine, die sich mit Auszügen aus dem bis heute 40 Millionenmal abgesetzten LP-Bestseller RU­­MOURS sowie weiteren Platinalben wie TUSK (1979), MIRAGE (1982), TANGO IN THE NIGHT (1987) und BEHIND THE MASK (1990) fortsetzte. Für den kleineren Geldbeutel gibt es eine auf 20 Tracks begrenzte Standard-CD.

    8/10

    Fleetwood Mac
    50 YEARS: DON’T STOP
    RHINO/WARNER

    Kommentieren Sie den Artikel

    Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
    Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

    Das Neueste

    Rückblende: Roxy Music – ›Virginia Plain‹

    Es brach alle geltenden Regeln, was eine Hitsingle ausmacht, doch dieses Lied über das Gemälde einer Zigarettenschachtel – einer...

    Album des Lebens: AC/DC – BALLBREAKER

    In der Rubrik "Album des Lebens" stellen unsere CLASSIC ROCK-Autoren die Platte vor, die ihr Leben für immer verändert...

    Rock-Jahrbuch: Das Achterbahnjahr 1980

    Für manche Rocker kommt das Jahr 1980 dem Einzug ins Paradies gleich – für andere ist es das furchtbarste...

    Led Zeppelin: John Bonham – Seine letzten Tage

    John Bonham hat nicht einfach nur getrommelt: Er konnnte Led Zeppelin Durchschlagskraft ver­leihen. Daher war nach seinem Tod rasch...
    - Werbung -

    Bruce Springsteen: Neue Single ›Ghosts‹

    Vom kommenden Album LETTER TO YOU koppelt der Boss heute eine neue Single aus.

    Nirvana: NEVERMIND

    Am 24. September 1991 erschien Nirvanas NEVERMIND. Ein Album, das die Musikgeschichte nachhaltig veränderte. Nur kurz nachdem Nirvana 1991 ihr...

    Pflichtlektüre

    Gewinnspiel: Jetzt mitmachen und The Analogues live sehen

    Die Analogues haben es sich zur Aufgabe gemacht, experimentelle...

    Ritchie Blackmore’s Rainbow: München, Olympiahalle (12.06.2019)

    Ein genialer, gut gelaunter Grantler Gerade unterhält man sich noch...
    - Advertisement -

    Das könnte dir auch gefallenÄHNLICH
    Für dich empfohlen