-

Enuff Z’ Nuff – DIAMOND BOY

■

enuff Z NuffÜberraschend angenehm…

Enuff Z’Nuff haben eine bewegte Bandgeschichte hinter sich: zahl­reiche Besetzungswechsel, tragische Tode, Labelroulette, falsche Genre-Schubladen, oft nur ein paar Zenti­meter vom großen Durchbruch entfernt – und schlussendlich auch noch der finale Weggang von Mas­termind Donnie Vie. Andere Gruppen hätte das schon lange zum Aufgeben verleitet, die 2016er-Neubesetzung jedoch lässt sich nicht beirren und bringt unter der Gesamtleitung von Bassist Chip Z’Nuff DIAMOND BOY raus. Besagtes Werk wird durch ein verträumtes Intro mit dem passenden Titel ›Transcendence‹ eingeleitet und entwickelt sich zu einer astreinen Power-Pop-Rock-Platte mit großen Melodien und modernem Alternative-Anstrich, die manchmal klingt, als hätte man die aktuellen Cheap Trick mit einem Tupfer Soundgarden versehen. Ehrlich gesagt ist man positiv überrascht, wenn sich Nummern wie der schneidige Titeltrack mit ironischen Reimereien, treibende Coolness á la ›Me­­talheart‹ oder die vielen subtil melancholischen Lieder wie ›Down On Luck‹ schnell ins Ohr eingravieren. Ganz an die Leichtfüßigkeit und vor allem die Songwriting-Qualität von früheren Hoch- und Vie-Zeiten kann die Neue zwar nicht anknüpfen, dafür aber transportiert sie den Sound von Enuff Z’Nuff auf angenehme Weise noch ein Stück weiter Richtung Gegenwart.

7 von 10 Punkten

Enuff Z‘ Nuff
DIAMOND BOY
Frontiers/Soulfood

- Advertisement -

Weiterlesen

Viper Queen – Munich Rock City

Die Zeiten, in denen München als weltweit gefragte Adresse für die internationale Rockszene galt, müssen nicht vorbei sein. Die fünf von VIPER QUEEN versuchen,...

Endlich am Kiosk & ab sofort im Online-Shop erhältlich: Die neue Ausgabe von CLASSIC ROCK!

Tony Iommy - Über die Vergangenheit mit Black Sabbath und sein brandneues Studioalbum. •• Aerosmith Der turbulente Weg zum großen 80er-Comeback. • Greta Van Fleet Die Kids werden...

Lebenslinien: Zakk Wylde

Er spielte jahrelang Gitarre für Ozzy und hörte sich endlose Geschichten von ihm und Lemmy an. Er war im Himmel, als er Elton John...
- Advertisment -