Review: Elvis Costello & The Imposters – LOOK NOW

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Review: Elvis Costello & The Imposters – LOOK NOW

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Elvis Costello - Look Now

Soulpop und Crooner-Songs mit Bacharach und den Imposters.

Dass Elvis Costello ein Fan von Burt Bacharach ist, wissen wir nicht erst, seit er das in seiner Autobiografie „Unfaithful Music“ offenbart hat. Bereits 1998 nahm der Songwriter eine Platte mit dem amerikanischen Komponisten auf: das meisterhafte PAINTED FROM MEMORY. Auf LOOK NOW ist Bacharach nur auf drei Stücken dabei, sein Geist aber schwebt über dem ganzen Album. Und dennoch ist es eindeutig ein Costello-Werk. Denn längst hat der Brite die Pop-Sensibilität seines Idols, dessen Gefühl für Harmonien und Melodien internalisiert. Und wie man Songs und Texte schreibt, da hat ihm sowieso nie jemand etwas vorgemacht. Das Quasi-Titelstück ›Don’t Look Now‹ ist ein herrlicher Piano-Schmachtfetzen, ›Unwanted Number‹ und das mit Carole King geschriebene ›Burnt Sugar Is So Bitter‹ sind beschwingter Soulpop in der Motown-Tradition – mit Streicherschmalz und Background-Chören. ›Suspect My Tears‹ verhandelt Vertrauensverlust unter Liebenden, falsche Tränen und Heuchelei und ist perfekter Bacharach-Pop, ›Photographs Can Lie‹ ein Spiel mit Nostalgie und tieftraurig: „In a frame under glass they’ll always be together and so in love, but photographs can lie.“ Beeindruckend: das Crooning in eleganten Stücken wie dem orchestralen ›He’s Given Me Things‹. Ob der 64-Jährige jemals besser gesungen hat? Eher nicht. Und auch das Zusammenspiel mit seinen Imposters: aus einem Guss. Wer lieber den wütenden, lauten Costello hört, der mag mit dieser Platte vielleicht seine Schwierigkeiten haben, auf ihre Art aber ist sie grandios.

9 von 10

Elvis Costello & The Imposters
LOOK NOW
CONCORD/UNIVERSAL

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