Review: David Bowie – LOVING THE ALIEN (1983–1988)

David Bowie Loving The Alien Box

Bowies erfolgreichste Phase, gewürdigt in einem schlichtweg überwältigenden Paket.

Ja, es ist durchaus berechtigt, ein bisschen zynisch zu sein, wenn nach dem Tod eines großen Künstlers die Reissue-Welle zu wogen beginnt. Doch was hier in Form von elf CDs oder gar 15 Vinyl-LPs aufschlägt, ist so umfassend, so gründlich und so grandios, dass der hier gebotene Platz kaum ausreicht, um auch nur alles aufzulisten, das in dieser Box enthalten ist! Im Kern geht es um die drei Alben LET’S DANCE, TONIGHT und NEVER LET ME DOWN, allesamt natürlich remastered und Letzteres sogar in einer neu instrumentierten Fassung enthalten, die der damals wenig geliebten Platte neue Dimensionen entlockt – und als posthume Wunscherfüllung zu verstehen ist, denn David Bowie selbst wollte NEVER LET ME DOWN neu bearbeiten. Besonders gelungen ist dies beim Titelstück und bei ›Shining Star‹ mit Laurie Anderson.

Ein weiteres Schmankerl ist SERIOUS MOONLIGHT von 1983, das bislang unveröffentlicht war und zu den beeindruckendsten Beispielen für gelungene Live-Dokumente gezählt werden darf: klanglich perfekt und doch lebendig, äußerst kraftvoll und intensiv. Gleiches gilt für den zweiten Konzertmitschnitt GLASS SPIDER (LIVE MONTREAL ’87). Mit RE:CALL4 und DANCE sowie einem üppig bebilderten Booklet werden dann auch die anspruchsvollsten Rarities- und Remix-Wünsche der Die-hard-Fans erfüllt. Mit anderen Worten: Dies ist keine Leichenfledderei, sondern eine echte Liebeserklärung an eine besondere Phase im Schaffen dieser Legende!

8/10

David Bowie
LOVING THE ALIEN (1983–1988)
PARLOPHONE/WARNER

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