Review: Electric Boys – UPSIDE DOWN

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Review: Electric Boys – UPSIDE DOWN

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Reife Boys mit Kante

Nach THE GHOST WARD DIARIES von 2018 und einer Soloplatte 2020 hat sich Conny Bloom ein weiteres Mal mit seinen Electric Boys in den Ghost Ward Studios bei David Castillo eingemietet, um das siebte Studioalbum der Funk-Glam-Truppe mit Wurzeln in den späten 80ern einzuspielen. Eröffnet werden die zehn Tracks des inhaltlich deutlich von der Pandemie gezeichneten Werks von einem absolut radiountauglichen, siebenminütigen Instrumental-Opener – ein gewagter Schritt, fast schon ein wilder Ritt und zugleich ein ziemlich cooles Statement. Danach räubern die Electric Boys kompromisslos in ihren Lieblingsgefilden und liefern schmissigen Hardrock, der mal funky anmutet, mal wie in ›Twang ’em & Kerrang ’em‹ sehr eingängig geradeaus marschiert, dann wieder wie in ›The Dudes And The Dancers‹ recht heavy daherkommt und die generell etwas kantigere Attitüde der Platte widerspiegelt. Im Headbanger ›Never Again Your Slave‹ glänzt Conny Bloom in der Strophe mit tiefem, kratzigen Sprechgesang und verbreitet so ungewollte Vincent-Price-Vibes, die entfernt an den Erzählteil aus ›Thriller‹ erinnern. Mit ›She Never Turns Around‹ und dem optimistischen ›It’s Not The End‹ sind auch zwei sanfte Nummern vertreten, das Schlusslicht ›Interstellafella‹ bringt UPSIDE DOWN mit einer Prise Space Rock zu einem würdigen Ende.

7 von 10 Punkten

Electric Boys, UPSIDE DOWN, TARGET/SPV

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