Mehr

    Review: Dot Legacy – TO THE OTHERS

    -

    Review: Dot Legacy – TO THE OTHERS

    - Advertisment -

    dot legacyStoner Rock mit Persönlichkeitsstörung.

    Sie machen es sich durchaus nicht leicht, die Franzosen von Dot Lega­cy. Im weitesten Sinne schwim­­­­men sie zwar durch die brühige Suppe des Stoner-Rock-Beckens, sprengen auf dem Zweitwerk TO THE OTHERS aber derart irrwitzig den Rahmen, dass man gar nicht weiß, wo einem der Kopf steht. An eine Mischung aus Stoner Rock, Psychedelic, Alternative, Jazz, Break­downs, Prog, Funk und Hardcore-Gangshouts hat sich zumindest noch keine andere Kapelle gewagt. Aus gutem Grund: Es braucht durchaus seine Zeit, bis man mit diesem wilden Gebräu warm wird. Lässt man sich jedoch ein auf diesen Ritt, verstaut die Scheuklappen mal in den Manteltaschen und öffnet seinen Geist, wird man durchaus belohnt: Mit ›5314‹ zum Beispiel, einem obskuren Lied, das so klingt, als hätten die Beastie Boys zu seligen ›Sabotage‹-Zeiten gemeinsame Sache mit Kyuss gemacht. Oder ›Dakota‹, das sich die knarzige Läs­­­sig­­keit von Jack White oder den Black Keys borgt, mit Gospel-Chören paart, eine Country-Orgel darunter schiebt und einen gewaltigen Tweak-Bird-Groove entfesselt. Nicht jedes dieser Hirngespinste sitzt, mancher Versuch wird zur Totgeburt (›Story Of Fame‹). Bei einer derart breiten Basis ist es außerdem fast ein Ding der Un­­mög­lichkeit, den berühmten roten Faden nicht eben doch hin und wieder aus den Augen zu verlieren. Es tat al­­ler­dings selten derart gut, genau das einfach mal zu tun und sich bewusst darauf einzulassen. Denn der Wahnsinn klopft schließlich nicht jeden Tag an die Tür.

    6/10

    Dot Legacy
    TO THE OTHERS
    BELIEVE/SOULFOOD

    Kommentieren Sie den Artikel

    Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
    Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

    Das Neueste

    Video der Woche: Lita Ford mit ›Kiss Me Deadly‹

    Ein Rückblick auf den Größten Hit von Geburtstagskind Lita Ford. Lita Ford wird...

    The Flying Burrito Brothers: Konträre Cowboys

    Die psychedelischen Outlaws The Flying Burrito Brothers verbanden Rock mit Country. Damit ebneten sie den Weg für...

    Review: Ace Frehley – ORIGINS VOL. 2

    Space-Ace-Truckin' Wenn das Label befiehlt, dann macht der liebe Ace halt hinne, auch...

    The Jimi Hendrix Experience live: Fehmarn (04.–06.09.1970)

    Schlamm, Regengüsse und Bad Vibes: Excuse me while I kiss the sky! Es...
    - Werbung -

    So klingt CLASSIC ROCK #93

    In unserer immer aktuell zusammengestellten Playlist des Monats hört ihr, wie die neue Ausgabe von CLASSIC...

    Rock-Mythen: Jimi Hendrix – Todesfall in Notting Hill

    Am 18. September 1970 starb Jimi Hendrix in einem Londoner Hotel. Die Todesursache war schnell geklärt. Fragen aber blieben:...

    Pflichtlektüre

    Saint Jude

    Es gibt zurzeit wohl keine andere Nachwuchs-Band, die es...

    Seht den Clip zu ›Soldier Of Fortune‹

    Am 15. Mai veröffentlichen Whitesnake THE PURPLE ALBUM. Nun...
    - Advertisement -

    Das könnte dir auch gefallenÄHNLICH
    Für dich empfohlen