Mehr

    Review: Creedence Clearwater Revival – LIVE AT WOODSTOCK

    -

    Review: Creedence Clearwater Revival – LIVE AT WOODSTOCK

    - Advertisment -

    CCR Live Woodstock

    Endlich: offizielle Premiere nach einem halben Jahrhundert des klanglich aufbereiteten Komplettmitschnitts

    Eine halbe Stunde nach Mitternacht traten Creedence Clearwater Revival am 17. August 1969 ins Rampenlicht. Ursprünglich viel früher hätte ihr rund einstündiger Auftritt beim Woodstock Festival über die Bühne gehen sollen. Doch die auf bekifften Zeitlupenmodus eingefahrenen Grateful Dead fanden mal wieder kein Ende. Ohnehin geriet der Ablaufplan vom ersten Tag an drunter und drüber. Wie nahezu jeder Woodstock-Teilnehmer befand auch das Quartett aus dem kalifornischen El Cerrito, das zuvor schon beim Atlantic City Pop Festival und dem Newport Pop Festival mitwirkte, den Auftritt an der Ostküste nur als einen unter vielen weiteren Tourstationen. Dass die „3 Days Of Peace & Music“ tatsächlich einen so langen Atem in der popkulturellen Wahrnehmung einnehmen würden, schwante zumindest manchem der Künstler, als im Frühjahr 1970 im Abstand von zwei Monaten die futuristisch montierte Kinodoku und ein Triple-LP-Set weltweit an den Start gingen.

    Nichts von alledem betraf die ohnehin auf Karrierehöhenflug befindlichen CCR: Mit vier Platinalben, drei davon 1969 erschienen, stieg ihnen der Erfolg damals schon ein wenig zu Kopf. In einem Anfall von leichtem Größenwahn verbot Frontmann John Fogerty den Verantwortlichen, das komplette audiovisuelle Material zu verwerten, da seiner Meinung nach die Band eine suboptimale Leistung vollbracht hätte. Dass CCR überhaupt als einer der damaligen Headliner fungierten, demonstrierte erstmals 1994 das Boxset WOODSTOCK: THREE DAYS OF PEACE AND MUSIC. Bassist Stu Cook hielt stets dagegen, meinte, die CCR-Performance sei exzellent gewesen. Nun, zum 50. Jubiläum, nachdem der komplette Mitschnitt schon seit Dekaden als Bootleg kursiert, lässt sich LIVE AT WOODSTOCK endlich offiziell in klanglich aufbereiteter Form genießen.

    Schon die hypnotische Voodoo-Magie des Openers ›Born On The Bayou‹ versetzt in Verzückung. Kraftvoll erdig wie trocken verrockt schlängeln sich Anführer John und Bruder Tom Fogerty an der Rhythmusgitarre, Viersaitenzupfer Cook und Schlagzeuger Doug Clifford durch die selbstgestrickten Evergreens ›Bootleg‹, ›Commotion‹, ›Green River‹, ›Proud Mary‹, ›Bad Moon Rising‹ und ›Keep On Chooglin’‹. Delikat unterfüttert mit eigenwilligen Versionen von Dale Hawkins’ ›Suzie Q‹, Screamin’ Jay Hawkins’ ›I Put A Spell On You‹, Nappy Browns ›The Night Time Is The Right Time‹ und Wilson Picketts ›Ninety-Nine And A Half (Won’t Do)‹.

    9/10

    Creedence Clearwater Revival
    LIVE AT WOODSTOCK
    CRAFT RECORDINGS/CONCORD

    Kommentieren Sie den Artikel

    Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
    Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

    Das Neueste

    Rückblende: Motörhead – ›Ace Of Spades‹

    Es ist ein ewiger Klassiker des Heavy Rock, den wirklich jeder erkennt, und das Markenzeichen schlechthin für Motörhead. Aber...

    AC/DC: Foto-Leak als Hinweis auf Reunion?

    Ein unabsichtliches oder kalkuliertes Versehen? Von der aktuellen Formation von AC/DC sind kürzlich Fotos im Internet...

    Old But Gold: Jack Black und Jimmy Fallon mit ›More Than Words‹-Parodie

    Seht hier das urkomische Video-Remake zu Extremes ›More Than Words‹ von Jack Black und Jimmy Fallon. Jimmy Fallon, der...

    Video der Woche: Lita Ford mit ›Kiss Me Deadly‹

    Ein Rückblick auf den Größten Hit von Geburtstagskind Lita Ford. Lita Ford wird...
    - Werbung -

    The Flying Burrito Brothers: Konträre Cowboys

    Die psychedelischen Outlaws The Flying Burrito Brothers verbanden Rock mit Country. Damit ebneten sie den Weg für...

    Review: Ace Frehley – ORIGINS VOL. 2

    Space-Ace-Truckin' Wenn das Label befiehlt, dann macht der liebe Ace halt hinne, auch...

    Pflichtlektüre

    Gewinnspiel: Gewinnt Tickets und CDs von den Undertones!

    Nehmt hier teil und holt euch eure ›Teenage Kicks‹!...

    Reviews: Oddland – The treachery of Sense

    Ein bisschen zu viel von allem. In Finnland gibt es...
    - Advertisement -

    Das könnte dir auch gefallenÄHNLICH
    Für dich empfohlen