Review: CJ Ramone – THE HOLY SPELL…

CJ Ramone The Holy Spell

Go go go!

„Come on baby, let’s go go go …“ lautet die Aufforderung im Opener ›One High One Low‹. Das erinnert zwangsläufig an den Klassiker ›Hey Ho, Let’s Go‹. Aber auch anderweitig versprüht THE HOLY SPELL den Spirit der Ramones. Sein Name ist aber auch Verpflichtung und Programm zugleich! CJ Ramone, einer der letzten Überlebenden der legendären Truppe, wird mit seinem neuen Album – der Titel be­­zieht sich auf die Liebe zur Musik – beidem gerecht. Bei aller Punkigkeit bekommt das Werk aber auch durch ein leichtes 50er-Flair, das schon die Ramones auszeichnete, eine ganz besondere Note. Und das nicht nur, weil CJ ›There Stands The Glass‹ von Country-Legende Webb Pierce aus dem Jahr 1953 covert. Überhaupt wird die Country-Vorliebe des Sängers und Bassisten deutlich, wenn er mit ›Movin’ On‹ so etwas wie „I Shot A Man In Reno“ punkig lässig runterrockt. So ist neben all dem Rock’n’Roll und Punk auch gerade die Country-Ballade ›Hands Of Mine‹ einer der bewegenden Momente des Albums, in dem die Liebe zur Musik besonders deutlich wird. Am Schluss noch die aussage- und klangkräftige Hommage ›Rock On‹ an Steve Soto von den Adoles­cents, und CJ Ramone hat ein würdiges Werk im Geiste seiner „Brüder“ geschaffen. Das hat aber auch ohne den berühmten Namen seinen Reiz und seine volle Be­­rechtigung.

6/10

CJ Ramone
THE HOLY SPELL…
FAT WRECK/EDEL

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