Review: The Whiskey Hell – BITCHHIKER

Whiskey Hell Bitchhiker

Die Cowboys von der Reeperbahn.

Ein größeres Kompliment für eine deutsche Southern-Rock-Band kann es kaum geben, als dass man sie für eine amerikanische hält. BITCHHIKER wirkt wie ein Sound­track aus den Südstaaten der USA: dreckig, verschwitzt und direkt. Das dritte Album der Ham­burger Band um Ex-Doc-Eisenhauer-Gitarrist Olly Wallenberg ist ein angenehmes Statement in Sachen bluesbasiertem Hardrock mit Biker-Komponente. Kernige Riffs, maskuline fette Grooves, eine geschmeidige Reibeisenstimme – die Zutaten sind altbekannt, aber stimmen. Über dem ganzen Album hängt das zuvor erwähnte Südstaatflair, weshalb gerade die langsameren Songs wie ›Keep On Searching‹, ›Memphis 97‹ und ›Cocaine Cowboy‹ die Ohrwürmer des Al­­bums sind. Mit dem Opener ›Bad Ass Boogie‹ liefert man die Hymne des Albums gleich zu Beginn, einen funky Untergroove gibt es dann bei ›Trailer Park Queen‹. BITCHHIKER bedient natürlich Klischees, liefert gut abgehangene Songs, die Spaß machen – mit dem Nachteil, dass einem all das ziemlich bekannt vorkommt.

6/10

The Whiskey Hell
BITCHHIKER
KEILER/SOULFOOD

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