Review: Bush – THE KINGDOM

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Review: Bush – THE KINGDOM

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Unbeirrbar

Schon eine seltsame Karriere, die Gavin Rossdale hingelegt hat. Trotz eines gewaltigen Image-Problems konnte er mit Bush in den 90ern Millionenverkäufe einheimsen, aber vorrangig in Nordamerika, während seine britische Heimat ihn nie richtig ins Herz schloss. Die 00er Jahre waren dann eine Wildnis mit Soloprojekten, Ausflügen in die Schauspielerei und der hauptberufllichen Tätigkeit als Ehemann von Gwen Stefani. Seit 2012 sind Bush wieder erstaunlich aktiv, was die breite Masse nicht mehr wahrnimmt, doch Rossdale macht stoisch weiter. Nun also THE KINGDOM.

Elektronische Spielereien sind wieder abgemeldet, stattdessen findet sich hier genau der saftig-drangvolle Alternarock, der die Band einst so erfolgreich machte. Das wirkt aus der Zeit gefallen – immer wieder unfassbar, wie weit sich der Mainstream heute vom Rock wegbewegt hat! –, hat aber durchaus Qualitäten. Nach 30 Jahren weiß der Mann, was einen schlüssigen Song ausmacht, und mit ›Our Time Will Come‹ und ›Crossroads‹ gelingen ihm mindestens zwei Perlen, die im Hier und Heute Gehör verdienen. So richtig „cool“ werden Bush wohl nie mehr sein, aber Respekt haben sie nach all den Jahren wirklich mehr als verdient.

7 von 10 Punkten

Bush, THE KINGDOM, BMG RIGHTS/WARNER

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