Review: Bob Seger & The Last Heard – HEAVY MUSIC: THE COMPLETE CAMEO RECORDINGS 1966–1967

Bob Seger And The Last Heard Heavy MUsic

Mr. Segers tanzbares Frühwerk.

Von 1961 und zarten 16 Jahren an tingelte der mit rauem Sangesorgan ausgestattete, von diversen Bands begleitete Detroiter Singer-Songwriter durchs US-Showgeschäft. Bis zum ersten Multiplatin-Werk NIGHT MOVES 1976 war es noch eine ganze Weile hin. So eine zähe Ausdauer funktioniert nur, wenn künstlerischem Talent auch eine Spie­lernatur innewohnt. RAMBLIN’ GAMBLIN’ MAN lautete denn auch der Titel vom LP-Debüt der Bob Seger System im April 1969.

Drei Jahre zuvor versuchte Bob Seger mit The Last Heard im Rücken beim Label Cameo Parkway Records in Philadelphia einen kraftvollen Durchbruchsversuch. Sämtliche A- und B-Seiten vereint der Zehn-Track-Longplayer HEAVY MUSIC: THE COM­PLETE CAMEO RECORDINGS 1966 – 1967 wahlweise auf CD oder LP. In Segers Anreisegepäck befand sich schon sein lokaler Detroit-Hit ›East Side Sound‹, ein psychedelisierter Garagen-Fuzz-Beat-Kracher mit gewissen Ähnlichkeiten zu Thems ›Gloria‹. Es folgten das verblüffend authentische James-Brown-Pastiche ›Sock It To Me Santa‹, die Bob-Dylan-HIGHWAY-61-Hommage ›Persecution Smith‹ und ein weiterer temporeicher Garagen-Beat-Knaller namens ›Vagrant Winter‹.

Mit ›Heavy Music Part 1 & 2‹, einer Proto-Northern-Soul-Adaption, zu der sich ein knappes Jahrzehnt später in den einschlägigen Clubs Nordenglands Tanz­verrückte auf Amphetaminen verrenken sollten, er­­reichte Bob Seger schließlich seinen Zenit auf Cameo Parkway.

7/10

Bob Seger & The Last Heard
HEAVY MUSIC: THE COMPLETE CAMEO RECORDINGS 1966–1967
ABKCO

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