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Bob Dylan – TRAVELIN’ THRU: THE BOOTLEG SERIES VOL. 15 1967–1969

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Bob Dylan Rolling Thunder Revue Box

Dylan solo und mit Cash in Nashville

Es gibt einige leicht obskure LPs, auch im Internet spuken Zeugnisse davon herum, so richtig offiziell erschienen sind Dylans Aufnahmen mit Johnny Cash (von ›Girl From The North Country‹ abgesehen) bisher nicht. Das ändert die neue Folge der BOOTLEG SERIES. Nach seinem mythenumrankten Motorradunfall 1966, von dem kaum einer weiß, wie schlimm er tatsächlich war und ob er überhaupt wirklich stattgefunden hat, taucht der Songwriter zunächst unter, gut ein Jahr später geht er nach Nashville, wo die Alben JOHN WESLEY HARDING (1967), NASHVILLE SKYLINE (1969) und SELF PORTRAIT (1970) entstehen. Der Sound ist reduzierter und akustischer als auf den himmelstürmenden Vorgängern: beschwingter Folk(rock) mit Country-Einschlag. Die Stimme klingt irgendwie gurrend, was wahrscheinlich der Grund dafür ist, dass ›Lay, Lady, Lay‹ das Dylan-Lieblingslied von allen ist, die Dylan eigentlich nicht mögen.

Egal: Vorliegende Box versammelt alternative Aufnahmen aus den Studiosessions von damals und mit dem Barpiano-Blues ›Western Road‹ sogar einen nie zuvor erschienenen Song. Besonders interessant sind freilich die Stücke zusammen mit Cash. Die beiden singen zu Liedern des jeweils anderen, nehmen sich alte Standards vor, zu denen Dylan den Text meistens nicht weiß, weshalb Cash dann jemanden bittet, die Lyrics aufzuschreiben, und oft ist Carl Perkins an der Gitarre mit dabei. Legenden unter sich also.

8/10

Bob Dylan
TRAVELIN’ THRU:
THE BOOTLEG SERIES VOL. 15 1967–1969
LEGACY/SONY

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