Review: Band Of Skulls – LOVE IS ALL YOU LOVE

Band Of Skulls Love Is All You Love

Lauten Heavy Rock lassen sie meist im Keller, wenden sich stattdessen poppigeren Ausdrucksformen zu.

Die Band Of Skulls stand seit ihrem respektablen Debüt aus dem Jahr 2009 für erdigen Rock der mitunter härteren Gangart. Damit waren sie in guter Gesellschaft von damals artverwandten Gruppen wie den Queens Of The Stone Age oder den Black Keys, wenn auch aus der zweiten Reihe heraus. Nun, zehn Jahre später, ist das Trio auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen. Die Kraft und Wut der ersten Stunde ist einem weicheren und poppigeren Sounddesign gewichen, was zunächst gewöhnungsbedürftig anmutet. Das be­­deutet konkret: Dort wo Band Of Skulls früher kratzbürstige Soli eingebaut haben, erklingen nun auch mal Streicher, rockige Passagen werden generell immer häufiger durch funky Parts wie in ›Disco‹ ersetzt. Glücklicherweise klingt die Adaption der neuen Einflüsse nicht erzwungen. Ein Faible für pathetische Momente hilft aber, denn an einigen Stellen hört sich das Trio nun wie eine Melodic-Metal-Band an, die ihre Riffs gegen ein Paar Tanz­schuhe eingetauscht hat. Das geht in Ordnung, denn auch wenn sie den Geschmack des Rock-Puristen jetzt wohl nicht mehr treffen, hat sich die Band nun immerhin freigeschwommen.

7/10

Band Of Skulls
LOVE IS ALL YOU LOVE
SO RECORDINGS/ROUGH TRADE

1 KOMMENTAR

  1. Wow, eine Kritik muss also nicht ein ellenlanger Text sein und kann trotzdem das Werk umfassend beschreiben! Danke dafür; auf mich hat das Album einen sehr ähnlichen Eindruck gemacht! Bleibt trotz der weicheren Gangart meine Lieblingsband 🙂

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