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Angelus Apatrida – ANGELUS APATRIDA

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VULGAR DISPLAY OF POWER im Sinne

Angelus Apatrida gehören mittlerweile zu den etablierten Thrash-­Bands. Mit ihrer Mischung aus alter Bay-­Area­-Schule und moderner Ausrichtung à la Pantera oder Annihilator sind die spani­schen Exoten aus Albacete an Granden wie Testament, Exodus oder Overkill herangerückt. Die Band hebt sich durch technische Versiertheit und einem melodischen Einschlag von der grauen Masse ab.

Diese Trademarks kommen auch auf dem siebten Longplayer ANGELUS APATRIDA zum Tragen. Eigentlich wollte das Quartett um Sänger und Gitarrist Guillermo Izquierdo nur eine EP veröffentlichen. Da die Band durch die Corona-­Krise aber auf einmal mehr Zeit hatte, entstand ein komplet­tes Studioalbum. Auf der neuen Langrille klingen Angelus Apatrida aggressiver und angepisster als auf ihren Vorgängern – Covid­19 macht’s möglich. Spaniens Thrash-­Könige stimmten zudem die Gitarren um einen halben Ton tiefer und klingen prompt mehr nach Pantera als irgendwas. Mit dem Opener ›Indoctrinate‹ startet die Combo ihren wilden Ritt, überzeugt mit fetten Riffs, pointiert gesetzten Breaks, rasanten Soli und Doublebass­Salven.

Auf ›Rise Or Fall‹ treiben die Iberer die Verneigung vor dem Pantera­-Überalbum VULGAR DISPLAY OF POWER auf die Spitze: Izquierdo, der seine Stimme variabel einzusetzen weiß, klingt gar wie Phil Anselmo. ›Disposable Liberty‹ groovt, wirkt aber etwas überfrachtet. Auf ›We Stand Alone‹ sorgen Mitgrölparts in bester Overkill­-Manier für gute Laune. Angelus Apatrida verdichten ihre Einflüsse zu einem druckvollen, eigenständigen Sound. Bei aller technischen Finesse bleibt indes das Hitpotenzial von Altvorderen wie Sepultura oder Pantera auf der Strecke. (Matthias Bossaller)

Angelus Apatrida, ANGELUS APATRIDA, CENTURY MEDIA/SONY

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