Review: Airbourne – BONESHAKER

Airbourne Boneshaker

Knochen schütteln, Rücksitze rütteln

Es gibt Bands, deren Alben lassen sich mit mittelpreisigem Wein aus dem Supermarkt vergleichen. Den kauft man regelmäßig, weil er halt einen Fünfer kostet, konstant gut runtergeht und ein angenehmes Gefühl im Bauch macht. Ähnlich verhält es sich mit BONESHAKER, Airbournes neuestem Studioalbum. Ihr Markenzeichen, nämlich roher ACCADACCA-Sound auf Speed, ist nicht sehr abwechslungsreich, dafür jedoch in seiner Vorhersehbarkeit für Liebhaber von solidem Aussie-Rock äußerst wertvoll. Deswegen macht es nichts, dass standardmäßig das immer gleiche Themenspektrum abgegrast wird, schließlich verlieren der Rock’n’Roll, Naturgewalten und heiße Weiber auf diversen Autorücksitzen nie an Reiz. Warum also sollte man Energiepaket Joel O’Keeffe widersprechen wollen? Dasselbe hat sich wohl auch Produzent Dave Cobb gedacht – der arbeitet sonst übrigens eher mit Country-Musikern zusammen – und Airbourne ihr Ding stoisch, schwitzend, pulsierend und Bierdosen-stechend durchziehen lassen. Das kann man langweilig finden, der Band gar mangelnde künstlerische Weitsicht attestieren, oder aber man hört die Platte einfach durch. Die geht nämlich echt gut runter und macht ein gutes Gefühl im Bauch.

7/10

Airbourne
BONESHAKER
VERTIGO/UNIVERSAL

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