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Adam Green – ENGINE OF PARADISE

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Adam Green Engine Of Paradise

Gewohnter Trott

Bei ihm sind wir alle mal gelandet. In den Nullerjahren gehörte der Anti-Folkie zum Kreis der neuen Hoffnungsträger. Souveränes Auftreten, Lümmeleien in den Texten, Nähe zu Jonathan Richman in der Stimme – es gab gute Gründe. Gerade Mädchen mochten ihn. Wenn man einer Eva ein Konzert mit Adam vorschlug, stand das Date. Nach SIXES & SEVENS im Jahr 2008 verflog die Euphorie aber zusehends. Alles, was dem New Yorker anfangs locker zuflog, wirkte im Laufe bemühter. Sein Überleben sicherte er sich mit Betätigung in anderen Kunstdisziplinen, er hat Filme gemacht und Skulpturen gefertigt. Jetzt, da man mal wieder auf ihn kommt, ist man überrascht, wie sehr sich alles nach FRIENDS OF MINE anhört. ›Freeze My Love‹ ist als Einzelexemplar ganz schön, aber danach ändert sich nichts. Immer wieder nur diese zarten Akustik-Dinger mit Kammermusik-Streichern, was soll das? Früher war es so, dass der Kerl lustvoll über Jessica Simpson lästerte, Emily mit Country-Schwung becircte oder robust auf Nat King Cole abfuhr. Jetzt feiert er sich allen Ernstes als ›Reasonable Man‹. Skandal! Die Zähmung eines einst Wilden nimmt Gestalt an. So ist er unmöglich ein Freund, der Adam.

6/10

Adam Green
ENGINE OF PARADISE
30TH CENTURY RECORDS/ROUGH TRADE

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