Review: Status Quo – BACKBONE

Status Quo Backbone

Kein bisschen altersschwach

Status Quo sind Stehaufmännchen – nicht einmal der Tod von Rick Parfitt Ende 2016 konnte sie aufhalten. Es erschienen seitdem mehrere Livealben der Kultband, doch an ein neues Studiowerk war nicht denken. Bis jetzt. Denn nun werden tatsächlich Songs veröffentlicht, die ohne Rick Parfitt entstanden sind. BACKBONE (auf Deutsch: Rückgrat) beinhaltet drei Stücke, die Francis Rossi gemeinsam mit Langzeitkumpel Robert Young geschrieben hat, sowie Beiträge der anderen Bandmitglieder. Ursprünglich traf man sich mit dem neuen Rhythmusgitarristen Richie Malone zu unverfänglichen Jamsessions, die bald in ein ernsthaftes Unterfangen umschlugen und in den elf Stücken von BACKBONE gipfeln. Neues Material sollte nur veröffentlich werden, wenn es wirklich gut war, und genau das ist es auch. Status Quo klingen auf ihrem 33. Studioalbum (!) nicht wie eine Band, die über 50 Jahre auf dem Buckel hat, sondern wie frisch gebackene Boogie-Rock-Könige mit Spaß an der Sache. Vor allem der als erste Single ausgekoppelte Titeltrack fährt sofort in Ohr und Tanzbein, aber auch der Opener ›Waiting For A Woman‹, das rasante ›Liberty Lane‹ oder das eingängige ›I See You’re In Some Trouble‹ bringen Bewegung in den Organismus. Es geht also auch ohne Rick.

8/10

Status Quo
BACKBONE
EARMUSIC/EDEL

5 KOMMENTARE

  1. Haben die Männer am 15.08.2019 in der Jungen Garde in Dresden genossen. Weiter so!
    We enjoyed the band in Dresden (Germany) at the Junge Garde open air venue. Go on, guys!

  2. Hab mal reingehört und das Album gleich am 06.09. bestellt. Freu mich schon drauf!
    Ich mag die Band, ich mag die Musik, ich mag Francis Rossi.

  3. Das Album ist tatsächlich nicht schlecht – aber eben kein Vergleich zu den großen Alben der Band in Originalbesetzung. Der zündende Funke fehlt, meiner Ansicht nach. Fesselnde Alben waren „Hello“, „Quo!“, „Blue for you“ und „On the level“, neben dem fantastischen Livealbum von 1976.
    Ich habe sie damals mehrmals miterlebt, sammle ihre Alben seit (dem teils noch etwas lahmen) Piledriver.

    Da kommen die heutigen Status Quo niemals mehr ran,müssen sie vielleicht auch gar nicht mehr.

    Für mich persönlich enden die tatsächlichen Status Quo jedenfalls mit dem Ausscheiden von Lancaster und Coghlan, der Tod von Parfitt hat ihnen endgültig den Rest gegeben.

    Aber gut, besser die „heutigen“ Status Quo als gar keine mehr. Darum kaufe ich auch das neue Album.

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