Reece: Metal-Kakophonie

-

Reece: Metal-Kakophonie

- Advertisment -

Reece 2020Die meisten kennen David Reece noch von seiner Zeit bei Accept, wo er 1989 das Album EAT THE HEAT einsang.

Doch war dieses Intermezzo mit zwei Jahren nur ein sehr kurzes in der langen Karriere des US-Amerikaners, der dieser Tage mit CACOPHONY OF SOULS die wohl härteste Scheibe seines nicht minder interessanten Soloprojekts vorlegt. Aufgenommen hat David CACOPHONY OF SOULS zusammen mit dem Gitarristen Andy Susemihl, der auch aus einer Band mit Accept-Connection stammt, und zwar U.D.O. „Andy und ich haben uns zum ersten Mal getroffen, als ich EAT THE HEAT und er MEAN MACHINE aufnahm“, erklärt David. „Während dieser Aufnahmen wurden wir gute Freunde.

Im Februar und März 2019 war ich dann Special Guest für U.D.O. auf der ‚Steel Factory‘-Tournee und sah Andy bei der Show in Stuttgart. Ich hatte bereits das Gefühl, dass ich meinen Sound in eine härtere Richtung treiben musste und einen Gitarristen seines Kalibers brauchte, um meine Gruppe zu vervollständigen. Andy und ich haben im Laufe der Jahre viele Platten und Shows gemacht, und nach einem kurzen Gespräch am Ende der Tournee war er meine offensichtliche Wahl, denn er ist meiner Meinung nach einer der Großen als Gitarrist und Songschreiber.“ Am Ende hat Andy CACOPHONY OF SOULS sogar im Alleingang arrangiert, produziert und gemischt. Geschrieben haben die beiden das Gros der Tracks gemeinsam.

Reece Cacophony Of Souls

Ergänzt werden sie vom neuen Drummer Andrea Gianangeli und Davids langjährigem Bassisten Malte Frederik Burkert, der erstmalig auch am Songwriting beteiligt war. Das Ergebnis ist eine metallischere Variante von Reece. „Ich habe während der U.D.O.-Tour so viele Live-Shows wie möglich studiert und mir wurde klar, dass ich zu meinem härteren Sound zurückkehren musste, denn ich erkannte, dass die Fans vor allem bei Songs wie ›D-Train‹ oder ›X-T-C‹ reagierten. Außerdem war FIREPOWER von Judas Priest ein schönes Comeback des Priest-Sounds, das mich sehr inspiriert hat.“ Metal ist ein gutes Stichwort, denn mit ›Metal Voice‹ haben Reece auch eine klassische Metal-Hymne auf dem Album verewigt, den der kanadische Youtube-Kanal The Metal Voice sogar als Titelsong übernommen hat. Dabei wuchs David zunächst mit ganz anderer Musik auf. „Ich habe als Junge mit echter Countrymusik angefangen“, erzählt er.

„Ich bin Fan von traditionellem Country, nicht dem sogenannten Bon-JoviStil, der jetzt da draußen existiert. Ich liebe George Jones, Conway Twitty und viele der Originale. Ich bin auch Motown-Fan und mag die Lieder dieser Ära, da sie so viel Gefühl und Freude übermitteln. Zudem bin ich auch ein großer Anhänger von Paul Roger, da er meiner Meinung nach sogar das Telefonbuch singen könnte. Aber ja, in erster Linie bin ich ein Metal-Fan. Ich liebe Halford, Gillan und Dickinson.“ Heute lebt David mit seiner Frau in Italien und betreibt die Musik eher als Hobby. „Ich habe einen Daily Job im Baugewerbe“, berichtet er, „verdiene aber auch Geld mit Aufnahmen und Auftritten. Musik ist eben das, was ich bin – sie versetzt mich immer wieder in Hochstimmung.“ Das geht den Fans mit CACOPHONY OF SOULS sicher ähnlich.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Das Neueste

Video der Woche: Weird Al Yancovic mit ›Bed Rock Anthem‹

Den Ausklang dieses sonnigen Sonntags begehen wir mit einem echten Comedy-Klassiker. Zum heutigen Geburtstag von Red-Hot-Chili-Peppers-Drummer Chad...

Ace Frehley im Interview: Absolut acefiziert!

Wenn es der Plattenvertrag verlangt, dann nimmt Ace Frehley eben widerstandslos ein weiteres Cover-Album auf. Und wie...

In Memoriam: Fats Domino (1928–2017)

Das Schwergewicht aus New Orleans spielte Rock’n’Roll, als der offiziell noch gar nicht erfunden war: ein Urgestein...

AC/DC: Neues Video kommt am Montag

Nachdem AC/DC erst kürzlich ihre neue Single ›Shot In The Dark‹ vom kommenden Album POWER UP veröffentlicht...
- Werbung -

Review: Kadavar – THE ISOLATION TAPES

Die kauzige Seite von Kadavar Wer kann es ihnen verdenken. Keine Konzerte, keine Festivals,...

Review: Bruce Springsteen – LETTER TO YOU

Ein Album über die transzendierende Macht des Rock’n’Roll mit nostalgischen Stücken, politischen Anspielungen und drei Songs von...

Pflichtlektüre

CLASSIC ROCK präsentiert: Siena Root live!

Siena Root kommen von Februar bis März nach Deutschland....

The Beatles – HELP!

Erstmals auf Blu-ray: die rasante Bond-Parodie der Fab Four....
- Advertisement -

Das könnte dir auch gefallenÄHNLICH
Für dich empfohlen

Classic Rock auf deinem Startbildschirm installieren

Installieren
×