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    Quiet Riot – SETLIST: THE VERY BEST OF QUIET RIOT

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    Quiet Riot – SETLIST: THE VERY BEST OF QUIET RIOT

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    QuietRiotSetlistZehn Jahre später: Amerikas Antwort auf Großbritanniens Glam-Rock.

    Als sich der Glam-Rock ab 1971 in hautengen Satinanzügen, mit geschminkten Männervisagen und penibel gefönten Haarmähnen wenige Jahre lang vordergründig visuell austobte, blieb das schrille Rock’n’Roll-Revival in effeminierter Verkleidung ein weitgehend auf Europa beschränktes Phänomen. Bis auf die eine oder andere US-Top-Ten-Plazierung von T. Rex, David Bowie oder The Sweet samt gemäßigter Akzeptanz in den Millionenmetropolen an Ost- wie Westküste, blieb britischen Glitter-Acts der Durchbruch in den Vereinigten Staaten aber schlicht versagt. Umso erstaunlicher, dass eine Dekade später ein Revival ausgerechnet in den USA anstand: Glam-Metal, auch Hair-Metal genannt, weil unglaublich viele „niedliche Haarspraydosen“ der Sorte Extrastark vernichtet wurden.

    Ganz vorne mit dabei: Quiet Riot, eine 1975 von Sänger Kevin DuBrow und Gi- tarrist Randy Rhoads in Los Angeles ins Leben gerufene Hard-Rock-Kapelle, die allerdings erst 1983 zu Ruhm kam. Da war Rhoads längst ausgestiegen, um als rechte Hand von Ozzy Osbourne im Blizzard Of Ozz zu agieren, bis er dann bei einem Flugzeugunglück 1982 ums Leben kam. Mit METAL HEALTH, dem ersten Metal-Album, das sich in den US- Charts auf der Pole Position platzierte und sich in Millionenauflage absetzen ließ, empfahlen sich Quiet Riot vor allem als durchais brauchbare Kopie der Glam-Rock-Veteranen Slade. Gleich zwei Millionenhits der einst so exaltierten Engländer, ›Mama Weer All Crazee Now‹ und ›Cum On Feel The Noize‹, coverte der „Stille Aufruhr“, ohne den unnachahmlichen Originalen wesentlich Neues hinzuzufügen.

    DuBrow, der 2007 an einer Kokain-Überdosis verstarb, ließ es sich nicht nehmen, Slade-Frontmann Noddy Holders halsbrecherische Stimmakrobatik bis aufs i-Tüpfelchen zu kopieren, wie eine weitere Ausgabe der Reihe SETLIST in Öko-freundlicher Verpackung mit raren Konzertmitschnitten aus den Archiven unterstreicht. Fröhlich bis derbe gerockt wird auf signifikant eindeutigen Aufforderungen wie ›Let’s Get Crazy‹, ›Party All Night Long‹ und ›Stomp Your Hands, Clap Your Feet‹ – ein Rückfall ins glamouröse Rock-Paläozoikum sozu-sagen.
    Durchaus unterhaltsam gestaltet sich THE VERY BEST OF QUIET RIOT, doch letztendlich sollte jeder geneigte Hörer auch wieder einmal zum Slade-Original greifen!

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