Pearl Jam – PEARL JAM TWENTY

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Pearl Jam – PEARL JAM TWENTY

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UnknownDVD-Geburtstagskuchen mit einigen Schwächen.

Das 20-jährige Bandjubiläum von Pearl Jam wird bereits seit Anfang des Jahres in großem Rahmen gefeiert. Neben Re-Releases, dem Live-Album LIVE ON TEN LEGS und einem Buch gibt’s nun auch die von Cameron Crowe zusammengestellte Dokumentation PEARL JAM TWENTY. Dazu sichtete er mehr als 1.200 Stunden Videomaterial und 24 Stunden Interview-Mitschnitte und komprimierte dies alles auf 120 Minuten. Schon vor Veröffentlichung wurde der Film von allen Beteiligten in den Himmel gelobt. Vielleicht wirkt gerade deswegen das Resultat nun doch eher enttäuschend. Zugegeben, das Material selbst ist sehr interessant. Die Geschichte beginnt in einem Seattle, das sich in musikalischer Aufbruchstimmung befindet und in dem die Band Mother Love Bone gerade kurz vor dem Durchbruch steht. Der Film zeichnet die Geschichte Pearl Jams mehr oder weniger chronologisch nach – von ihren ersten zaghaften Gehversuchen nach dem Tod von Andy Wood bis hin zu einer der erfolgreichsten Bands des Planten. Dabei gibt es viel altes Videomaterial zu bestaunen, von Live-Auftritten über alte Interviews bis hin zu privaten Aufnahmen der Musiker. Auch die Pearl Jam von heute kommen oft zu Wort und kommentieren die einzelnen Abschnitte ihrer Karriere. Alles schön und gut.
Doch das größte Manko des Films ist die Umsetzung. Die Ausschnitte sind – manchmal auch zusammenhangslos wirkend – in oft extrem schnellen Schnitten aneinandergereiht, wodurch der Zuschauer nie wirklich zur Ruhe kommt, um das Gesehene auf sich wirken zu lassen. Hin und wieder springt Cameron zu schnell von einer Thematik zur anderen, so dass Personen, die nicht mit der Geschichte der Band vertraut sind, schnell den Faden verlieren können. Manchmal wirft er Fragen auf, ohne sie zufriedenstellend zu beantworten, manchmal zieht er Szenen unnötig in die Länge. Von einem Cameron Crowe hätte man in dieser Hinsicht sicher mehr erwartet. Trotzdem ist PEARL JAM TWENTY eine interessante Dokumentation, die vor allem eingefleischte Fans zufrieden stellen wird.

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