Monster Truck: Kritik für fragwürdige Kollaboration mit Kid Rock

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Monster Truck: Kritik für fragwürdige Kollaboration mit Kid Rock

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Kid Rock hat sich den Monster-Truck-Song ›Don’t Tell Me How To Live‹ vorgeknöpft und eine eher fragwürdige Version daraus gebastelt. Dass Kid Rock – Waffenfanatiker, Trump-Freund, Corona-Skeptiker und Gegner der Black-Lives-Matter-Bewegung – kein sanftes Friedenslied veröffentlichen würde, war klar, dass Monster Trucks Frontmann Jon Harvey mit ihm gemeinsame Sache machen würde, für viele Fans nicht.

Der Song feindet alle “Snowflakes” an, also Menschen, die laut Kid Rock übersensibel sind und denken, sie würden eine besondere Behandlung verdienen. Ein Rundumschlag gegen alle, die sich in den letzten Jahren für politische Korrektheit einsetzen, gegen “offended millenials” und “woke” Jugendliche.

Kurz nach Veröffentlichung des Videos, in dem sich Kid Rock und Harvey in dicken Pelzen mit Knarren inszenieren, wurden Gerüchte laut, dass Parodie-Meister “Weird Al” Yankovich hinter dem Clip steckte. Der wies dies jedoch auf Twitter von sich mit den Worten: “An alle, die mir zu meinem neuen Kid-Rock-Parodie-Video gratulieren: Das bin nicht ich. Das ist tatsächlich Kid Rock.”

Wenig später schaltet sich Danko Jones ein und feuert gegen die Kollaboration und nimmt dabei vor allem Monster Truck ins Visier: “Nur dass ihr es wisst, ich bin gegen Bands, die sich mit einem Rassisten verbrüdern. Mit den Pelzmänteln, den Sportwaffen und den Zigarren erhält diese Band eine lebenslängliche Mitgliedschaft in der Hall Of Fame der Idioten.”

Daraufhin schaltete sich Jon Harvey in einer Radiosendung über Danko Jones Worte. Er war verletzt von dessen Worten und das, obwohl er doch gerade eben mit Kid Rock über Leute gemeckert hatte, die ständig von allem verletzt sind: “Mich verletzt das wirklich, das ist total beleidigend. Meine Mama wird diesen Artikel lesen, andere Menschen werden ihn lesen und dieser Typ tut so, als wäre ich… Er hat keine Ahnung davon, wer ich bin. Er hat keine Ahnung, wie meine Freunde und Familie sind. Das ist schon ziemlich gehässig.”

Daraufhin legte Danko Jones nochmal nach: “Das Opfer zu spielen, nachdem man eine “Anti-Snowflake”-Hymne inklusive Knarren veröffentlicht hat, ist ja wie aus dem rechtsextremen Bilderbuch. Auch die Strategie, mich als “wütend” zu bezeichnen, ist eine Trope der Rechten. Das ist genau das, was Rassisten tun.”

2 Kommentare

  1. Liebe Jacqueline Floßmann,

    ich hab mir das Stück hier nicht angehört und auch Kid Rock interessiert mich nicht die Bohne. Aber könnte das bitte mal aufhören, hier nen Feldzug für politische Korrektheit zu führen? Ich würde gern ein unpolitisches Classic Rock lesen, kein politisch vorsortiertes. Ich steh drauf, dass Menschen selber denken dürfen. Das dürfen diese Menschen dann auch in Richtungen die ich für falsch halte, sie deswegen aber von vornherein als schlecht hinzustellen ist journalistisch fragwürdig. Ich will keine Meinung von ihnen, ich will einen Bericht hier lesen. Kid Rock und Co. stellen sich schon selber bloß.

    Auch wäre es mal angebracht ein wenig weiter zu denken und nicht nur Klischees zu übernehmen. “Black Lives Matter” z.B. ist nichts anderes als Rassismus von schwarzer Seite her. Es müsste nämlich “Lives Matter” heißen, scheißegal ob weiß, schwarz, gelb, rot oder gepunktet. So ist das nur den Spieß umdrehen und dem sollte man nicht das Wort sprechen. Rassismus ist nichts exclusiv weißes, den gibts in jeder Farbe. Auch so etwas wie “toxische Männlichkeit”, irgendwo neulich im Magazin gelesen. Wo bleibt die “toxische Weiblichkeit”? Muß ich mich nun diskriminiert fühlen?
    Was für ein schon grundsätzlich dämlicher Ausdruck das ist, Idioten sind Idioten, ob männlich oder weiblich. Es ist nichts toxisches an jemandem der sich wie ein Depp benimmt, es ist nur wieder die nächste Trendsau die durchs Dorf getrieben werden soll. Ich würde mir wirklich wünschen, dass sie aufhören feministische Argumentshülsen im Magazin zu platzieren. Generell finde ich ihre Schreibe nämlich sehr gut, auch ihre Interviews sind sehr oft einfühlsam und dadurch interessanter.
    Aber bitte reden sie nicht Leuten das Wort, welche die Menschen heute in “gut = korrekt” und “böse = unkorrekt” einteilen wollen. So einfach funktioniert das Leben nämlich nicht. Ich hab korrekte Leute kennengelernt die unglaublich dämlich und unsympathisch waren und Unkorrekte, die sich klug verhielten und sympathisch waren. Und umgekehrt.. Schwarz/Weiß, korrekt/unkorrekt, so gehts nicht, Menschen sollte man nicht einteilen in grade herrschende vermeintliche gesellschaftliche Vorlieben. Das Richtige – das gibt es nicht. Nur unterschiedliche Ideen, Geschmäcker, Ansichten usw. und diese kann man teilen oder auch nicht, recht hat der oder diejenige damit so oder so nicht, weils die allgemeingültige Wahrheit niemals geben kann. Also lassen sie ihre Leser bitte selber denken und färben ihre Artikel bitte nicht schon vorher politisch ein, das wäre schön.

    In diesem Sinne, freundliche Grüße
    Jürgen

  2. Ich finde den Artikel gar nicht so politisch überkorrekt. Die ganzen Fakten über Kid Rock müssen genannt werden damit der Leser die Reaktion von Danko Jones versteht. Selber denken kann man dann ja trotzdem noch was man will. In diesem Sinne, Jürgen, geh die Python würgen. Da regt man sich weniger auf.

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